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25.09.2014

Psychotherapie-Verbände fordern bessere Vergütung

Mehr als 20 Verbände der Psychotherapeuten haben für den heutigen Donnerstag, den 25. September, zum Aktionstag aufgerufen. Mit einer Demonstration in Berlin-Mitte protestierten sie für eine bessere Bezahlung der Psychotherapie.

"Seit Jahren sind wir psychotherapeutisch Tätigen mit großem Abstand die Schlusslichter in der Einkommensskala aller Arztgruppen", beklagen die psychotherapeutischen Verbände in einer Resolution. Sie fordern deshalb, dass ihr Einkommen an das anderer ärztlicher Fachgruppen angeglichen wird. Dazu halten sie auch eine Präzisierung der Gesetzesvorschrift zur angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Leistungen für nötig. Unter anderem wollen sie, dass eine jährliche Anpassung der Honorare gesetzlich geregelt wird. Eine weitere Forderung gilt dem gesetzlichen Schutz zeitgebundener Gesprächsleistungen der Psychotherapeuten, Psychiater und Psychosomatiker. Die Forderungen richten sich gleichermaßen an die Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den GKV-Spitzenverband, wie die Psychotherapeutenverbände im Vorfeld des Aktionstages betonten. KBV und GKV-Spitzenverband müssten endlich den Urteilen der Gerichte folgen.

Der GKV-Spitzenverband verweist darauf, dass viele Psychotherapeuten nur in Teilzeit tätig seien und daher weniger verdienen würden. Teilzeittätigkeiten auf vollen Zulassungen führen nach Angaben von GKV-Verbandssprecher Florian Lanz aber auch zu Wartezeiten trotz einer auf dem Papier ausreichenden Anzahl an Psychotherapeuten. Lanz appellierte daher an die Therapeuten: "Wer nur Teilzeit arbeiten möchte, sollte eine halbe Zulassung abgeben, damit auch andere Psychotherapeuten sich um die Patienten kümmern können." Es gebe keinen Mangel, sondern eine Fehlverteilung an Psychotherapeuten. Den Angaben zufolge kommen in Berlin auf 2.391 Hausärzte 2.077 Psychotherapeuten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Angela Mißlbeck.