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16.03.2016

Mehr Unterstützung für Kinder psychisch kranker Eltern

Kinder von psychisch erkrankten Eltern brauchen mehr Unterstützung. Das fordert das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH). Seine Empfehlungen hat es in einem neuen Eckpunktepapier zusammengefasst.

"Unterstützungsangebote sind meist unzureichend und lückenhaft", so das NZFH. Den Angaben zufolge sind in Deutschland rund 570.000 Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren von Entwicklungsrisiken betroffen, weil ihre Eltern an psychischen Erkrankungen leiden. Diese Kinder sind oft vielen Belastungen ausgesetzt. Das Spektrum reicht von unzureichender Versorgung über entwicklungsbeeinträchtigendes Verhalten der Eltern bis zu psychosozialen Belastungen für die Kinder.

Im Eckpunktepapier geben Experten fünf Empfehlungen für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Versorgung, die frühzeitige und passgenaue Hilfen bieten. Sie betonen, wie wichtig dabei die interdisziplinäre Vernetzung von Angeboten des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe ist. Zudem raten sie, die interdisziplinär und niedrigschwellig aufgestellten Frühen Hilfen als Anknüpfungspunkt für eine verbesserte Versorgung von Kindern mit psychisch kranken Eltern zu nutzen.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen ist ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Deutschen Jugendinstitut. Es wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und koordiniert die Bundesinitiative Frühe Hilfen auf Bundesebene. Mehr: www.fruehehilfen.de

Dieser Beitrag wurde erstellt von Angela Mißlbeck.