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21.04.2017

Führungskräfte kann man oft an der besseren Büroausstattung erkennen

Chefs haben im Vergleich zu ihren Angestellten ein flexibleres Arbeitsleben, und sie sind technisch moderner ausgestattet. Zudem arbeiten sie weitaus häufiger in Einzelbüros. Wichtiger als die Unterschiede sei jedoch das Arbeitsumfeld, wie eine Arbeitsplatzstudie des Büroausstatters Steelcase und des Ipsos Institute zeigt.

Chefs haben in puncto Technik die Nase vorn. Während jeweils lediglich 39 Prozent der Angestellten über einen firmeneigenen Laptop oder ein firmeneigenes Mobiltelefon verfügen, sind es bei den Vorgesetzten 66 beziehungsweise 63 Prozent. Des Weiteren kann eine Mehrheit von 63 Prozent der Führungskräfte frei über den Arbeitsort entscheiden, während es bei den übrigen Beschäftigten lediglich 50 Prozent sind.

Haben Unternehmen kein Interesse am Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter?

"Weltweit hat nur etwa die Hälfte aller Beschäftigten (54 Prozent) das Gefühl, dass ihr Unternehmen ein echtes Interesse am Wohlbefinden seiner Mitarbeiter hat", heißt es in der Studie weiter. Generell fühlen sich Chefs stärker mit ihrem Arbeitgeber verbunden (77 Prozent) als andere Mitarbeiter (65 Prozent). Sie arbeiten auch wesentlich häufiger in Einzelbüros (58 Prozent) als ihr Team (21 Prozent).

Büroausstattung sollte den Anforderungen entsprechen und nicht der Stellung im Unternehmen

Die Studienergebnisse zeigen, dass sich die Arbeitsplätze von Führungskräften und Angestellten teilweise deutlich unterscheiden. Das sei jedoch nicht das eigentliche Problem, meint Patricia Kammer, Senior Design Researcher bei Steelcase. Es gehe nicht um einen idealen Arbeitsplatz, der für alle gleich aussieht: "Denn je nach anstehender Aufgabe sind die Anforderungen und Bedürfnisse jeweils andere."

Wichtiger sei vielmehr, dass Mitarbeiter die Möglichkeit haben, jederzeit zwischen ungestörter Einzelarbeit und kreativem Austausch im Teambereich zu wechseln: "Diese Wahlfreiheit ist Forschungen zufolge zentral für Motivation und Zufriedenheit am Arbeitsplatz." Technologien und Büroflächen sollten folglich nicht nach Hierarchien vergeben werden, sondern entsprechend der Anforderung der jeweiligen Tätigkeit.

An der Studie haben 12.480 Teilnehmer aus 17 Ländern teilgenommen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.