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19.05.2017

Recruiting Trends: Active Sourcing zahlt sich für Arbeitgeber aus

Früher die große Ausnahme, scheint die aktive Ansprache im Recruiting-Prozess, das sogenannte Active Sourcing, immer mehr zur Regel zu werden. 51,4 Prozent von mehr als 3.400 befragten Stellensuchenden und Karriereinteressierten gaben an, lieber angesprochen zu werden, zeigt eine Studie der Jobbörse Monster. Das verlange zwar Know-how und mehr Zeit, zahle sich für Arbeitgeber aber aus.

Auch bei ihnen ist das Active Sourcing angekommen, wie die Befragung von rund 250 großen und mittelständischen Unternehmen für die repräsentative Studie Recruiting Trends belegt: Bei 40 Prozent von ihnen ist sie bereits Bestandteil im Recruiting-Mix. Viele von ihnen sind sich auch darüber bewusst, dass gerade jüngere Bewerber gut über die sozialen Medien erreichbar sind. Sieben von zehn Unternehmen bewerteten deren Nutzung bei der Kandidatensuche und -ansprache als positiv.

One-to-One-Kommunikation: Kandidaten bemängeln unpersönliche Behandlung

Nachholbedarf hat die Studie bei der professionellen One-to-One-Kommunikation offengelegt. Zahlreiche Unternehmen passen die direkte Ansprache nur geringfügig an die Kandidaten an. Qualität gehe aber vor Quantität: 27,9 Prozent der befragten Kandidaten fühlten sich durch die unpersönliche Behandlung sogar genervt. "Recruiter müssen sich in Active Sourcing Prozess professionelles Know-how und neue Kompetenzen aneignen, um erfolgreich zu sein", heißt es dazu bei Monster. Vor allem müssten sie gut vernetzt und in allen relevanten Kanälen aktiv sein.

Matching-Technologien aktuell sehr gefragt

Dazu gehöre auch eine positive, pro-aktive Selbstdarstellung überall dort, wo potenzielle Mitarbeiter unterwegs sind. Sie setzten sich heutzutage intensiv mit den Werten, der Kultur und den Angeboten von Unternehmen auseinander. Was die Bewerbervorauswahl betrifft, sind der Umfrage zufolge derzeit Matching-Technologien topaktuell. Zwei Drittel der Unternehmen und immerhin 35,5 Prozent der Kandidaten schätzen an der automatisierten Auswahl, dass sie besonders diskriminierungsfrei ist. Allerdings nutzen sie bisher nur wenige.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.