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13.02.2018

Sensibilität für IT-Sicherheit wächst angesichts der Zunahme an Cyberangriffen

Die IT-Sicherheit ist nach Auffassung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Achillesferse des digitalen Wandels. Die Bedeutung sicherer IT-Infrastrukturen wird bis 2022 weiter zunehmen - vor allem bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern, da sie zum Teil besonders sensible personenbezogene Daten und Informationen verarbeiten. Diese müssten besonders geschützt werden.

"Die derzeit stattfindende digitale Vernetzung und der zunehmende Austausch von Daten machen die IT-Infrastruktur von Unternehmen angreifbar", warnt Professor Dr. Irene Bertschek vom ZEW im Monitoring-Report Wirtschaft Digital Baden-Württemberg. Für die Studie wurden 1.145 Unternehmen im Bundesland befragt. 90 Prozent von ihnen halten die IT-Sicherheit bereits heute für wichtig bis äußerst wichtig.

Die absichtliche Manipulation von IT und Daten durch Cyberangriffe steht auf der Liste der von Unternehmen wahrgenommenen Risiken an erster Stelle. Dahinter folgen die zunehmende Komplexität der IT-Systeme, Sicherheitslücken in Hard- und Software sowie der zunehmende Datenaustausch. Fehlende Kenntnisse der Mitarbeiter führten 60 Prozent der befragten Unternehmen als Risiko an, wobei es hierbei große Unterschiede zwischen den Branchen gab.

Fast ein Viertel der Unternehmen gibt mehr als fünf Prozent des IT-Budgets für die Sicherheit aus, so ein weiteres Ergebnis des Reports: "Als Sicherheitsmaßnahme setzen mit 92 Prozent fast alle Unternehmen der baden-württembergischen Wirtschaft auf passwortgeschützte Systeme." 60 Prozent verschlüsseln ihre Daten und überprüfen regelmäßig die Logdateien. Verschlüsselte E-Mail-Kommunikation nutzen 59 Prozent, während jedes zweite Unternehmen Führungskräfte in Sachen IT-Sicherheit weiterbildet.

Bei den Forderungen an die Politik standen unter anderem der weitere Ausbau des schnellen Internets sowie Informationen und Beratung zur Digitalisierung im Mittelpunkt. Zudem wurden die Förderung des Gründergeistes in der Orientierungsphase für Studium und Berufswahl sowie die Förderung der digitalen Bildung in Schule und Beruf als wichtig für die digitale Transformation erachtet.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.