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16.11.2018

Umsetzung der Fachkräftestrategie auf den Weg gebracht

Die jüngst vorgestellte Fachkräftestrategie der Bundesregierung setzt auf eine neue Weiterbildungskultur und möchte qualifizierte Zuwanderung besser fördern. Darüber diskutierten die zuständigen Minister mit den Spitzen der Sozialpartner, Länder, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit.

"Wir müssen heute für die passend qualifizierten Fachkräfte für den Arbeitsmarkt der Zukunft sorgen", erklärte Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales. "Gut ist, dass wir wissen, dass uns die Arbeit nicht ausgehen wird. Wir wissen aber auch, dass es andere Arbeit sein wird. Und genau darum ist die Qualifizierung für mich der Schlüssel für einen stabilen Arbeitsmarkt der Zukunft."

Um der Herausforderung durch den Fachkräftemangel zu begegnen, könne die deutsche Wirtschaft nicht allein auf inländisches Potenzial setzen, deshalb würden auch europäische Fachkräfte sowie solche aus Drittstaaten in die Fachkräftestrategie miteinbezogen. Allerdings liege bei der Umsetzung der Fokus auf den im Inland verfügbaren Möglichkeiten - mit dem Schwerpunkt der Qualifizierung und Weiterbildung aktuell beruflich tätiger Arbeitnehmer. Hinzu kämen ineinandergreifende Maßnahmen in den Bereichen Ausbildung, Arbeitsqualität sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Durch Unterstützung der Erwerbstätigen bei Anpassung und Erhalt ihrer Kompetenzen und Qualifikationen im Wandel der Arbeitswelt solle in Deutschland eine neue Weiterbildungskultur etabliert werden, die an die vorhandene Motivation der Beschäftigten und das vielfältige Weiterbildungsengagement der Betriebe anknüpfen könne. Ziel sei es, die benötigten Fachkräfte für den digital bestimmten Arbeitsmarkt der Zukunft bereitzustellen - im Interesse der Unternehmen, Beschäftigten und eines starken Wirtschaftsstandorts Deutschland gleichermaßen.

Allerdings bleibe die deutsche Wirtschaft auch künftig angewiesen auf die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. So trügen Fachkräfte aus anderen europäischen Ländern bereits im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit dazu bei, die Fachkräftesituation zu entspannen. Deshalb müsse der Arbeitsstandort Deutschland für diese Arbeitnehmer und ihre Familien auf vielfältige Weise attraktiv gehalten werden. Ein konkreter Schritt in diese Richtung sei beispielsweise "Make-it-in-Germany.de", das Informationsportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland. Hinzu komme auch das Fachkräftezuwanderungsgesetz für qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten, das vor allem Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung auf den deutschen Arbeitsmarkt bringen soll.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.