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19.11.2018

Viele Mitarbeiter können mit Digitalisierung wenig anfangen

Ein Drittel der Sachbearbeiter ohne Führungsverantwortung wird von ihren Unternehmen nicht über die Digitalisierungsstrategie informiert. Des Weiteren zeigt eine Studie der Beratung Bearing Point, dass Entscheider den Wertewandel zwar als wichtigste Herausforderung ansehen, dabei aber die Unternehmenskultur vernachlässigen. Die Berater empfehlen unter anderem ein zeitgemäßes Kompetenzmodell.

Für die Studie Lost in Digitalization wurden mehr als 2.500 Mitarbeiter befragt. "Viele wissen weder, warum und wohin sich das Unternehmen mit der Digitalisierung verändern will, noch, welche Rolle sie selbst dabei spielen", fassen die Berater die Ergebnisse zusammen. Schuld daran ist vor allem eine mangelhafte Kommunikation: Führungskräfte waren nämlich sehr viel besser informiert. Offensichtlich gelinge die Weitergabe an die Ebenen darunter aber nur teilweise.

So ist es nicht verwunderlich, dass 64 Prozent der Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung nicht glauben, dass ihre Vorgesetzten und Kollegen eine einheitliche Vorstellung davon haben, welche digitalen Fähigkeiten das Unternehmen benötigt. 66 Prozent gaben des Weiteren an, dass ihr Unternehmen zurzeit keine Schulungen und Trainings für die Vermittlung notwendiger Kompetenzen für die Digitalisierung anbietet.

Die Berater empfehlen Unternehmen, ein zeitgemäßes Kompetenzmodell zu nutzen. Individuelle "Entwicklungsreisen" sollten nicht auf Softwareschulungen oder den Umgang mit der Europäischen Datenschutzgrundverordnung beschränkt sein. Auch Aspekte wie Stressresilienz, agile Arbeits- und Führungsmethoden sowie Innovationsfähigkeit sollten berücksichtigt werden. Was die Entwicklung neuer digitaler Produkte und Services betrifft, sehen die Berater den Datenschutz als einen möglichen Erfolgsfaktor: Insbesondere die ältere Generation weiche datenschutzrechtlichen Themen eher aus und verzichte lieber auf die Nutzung bestimmter Services.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.