Aktuelle Nachrichten

11.12.2018

Neue Pauschalbeträge für beruflich bedingte Auslandsreisen

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die Pauschbeträge für Reise- und Übernachtungskosten bei Auslandsdienstreisen angepasst und veröffentlicht. Die neuen Sätze gelten vom 1. Januar 2019 an. Insgesamt wurden für Reisen in 37 Länder, darunter Polen, Indien und Italien, neue Pauschalen festgelegt.

Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten variieren je nach Ziel der beruflich oder betrieblich bedingten Auslandsreise. Bei eintägigen Reisen ist der Betrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland maßgebend. Bei mehrtägigen Reisen ist die Sachlage komplexer: Bei der Anreise vom Inland ins Ausland oder zurück, jeweils ohne Tätigwerden, ist der Pauschbetrag des Ortes maßgebend, der vor Mitternacht Ortszeit erreicht wird. Bei der Abreise vom Inland ins Ausland oder zurück ist der Betrag des letzten Tätigkeitsortes anzusetzen. Für die Zwischentage gelten in der Regel die Pauschbeträge des Ortes, den der Arbeitnehmer vor Mitternacht Ortszeit erreicht.

Für den Sonderfall, dass sich an den Tag der Rückreise von einem mehrtägigen Auslandsaufenthalt zur Wohnung oder ersten Tätigkeitsstätte eine weitere Auswärtstätigkeit anschließt, ist für diesen Tag nur die höhere Verpflegungspauschale zu berücksichtigen.

Die konkreten Änderungen einzelner Pauschbeträge für Auslandsreisen sind in dem BMF-Schreiben mit Fettdruck hervorgehoben. Zu einer Steigerung der Pauschalen kam es unter anderem für Österreich, Kasachstan und Vietnam. Gesenkt wurden die Beiträge etwa für Teile Indiens, Barbados und Kambodscha. Zu beachten ist, dass für einige Länder mehrere regional unterschiedliche Pauschalen gelten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.