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17.12.2018

Mit Zielen und Visionen gegen den Stress

Sind Sie im Vorweihnachtsstress? Wenn ja, hat Psychologieprofessorin und Stressexpertin Dr. Katja Mierke von der Hochschule Fresenius einige gute Tipps, dieses Gefühl abzubauen oder, noch besser, es zu vermeiden. Sie empfiehlt unter anderem, Stress klärend zu begegnen. Dazu zählt unter anderem, Ziele und Werte zu definieren: So könnten potenziell stressauslösende Situationen früher erkannt werden.

"Ein Ziel sollte positiv formuliert werden, also frei von Verneinungen oder Vergleichen", berichtet sie. Darüber hinaus sei es hilfreich, sich die Ziele sinnlich vorzustellen - ähnlich wie das Meeresrauschen in Vorfreude auf einen Strandurlaub. Dazu eigne sich die Methode "Der ideale Arbeitstag": Imaginiert wird dabei etwa, welche Tätigkeiten man in Idealsituationen ausübt, was man erreicht hat, oder mit welchen Kollegen man zusammenarbeitet.

"Diese Visionen geben Veränderungsprozessen einen Sinn", erklärt Elsa van Amern, die gemeinsam mit Mierke einen systemischen Ansatz in Organisationen entwickelt hat, der das Individuum in den Mittelpunkt stellt. Die Vision gebe den Kurs vor, den man brauche, um seine Ziele in einer sich ständig verändernden Umwelt immer wieder neu justieren zu können. Durch das sinnliche Erleben würden die Hormone Dopamin und Oxytocin aktiviert und ausgeschüttet. Sie dämpfen Angst und Stress und führen zu einer höheren Motivation.

Darüber hinaus raten Mierke und van Amern, Ziele so zu gestalten, dass sie mit dem eigenen Selbstbild sowie den eigenen Werten, Fähigkeiten und Bedürfnissen harmonieren. Das führe dazu, dass man eindeutig hinter seinen Zielen stehe, was den Dialog mit Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern sowie Kunden erleichtere.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.