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19.12.2018

Informationsmangel und schlechte Aufmachung nerven bei Stellenanzeigen besonders

Stepstone hat 30.000 Fach- und Führungskräfte zu ihrem Jobsuchverhalten befragt und daraus drei Hauptfaktoren in den Stellenausschreibungen abgeleitet, die sie von einer Bewerbung abhalten. Dies sind zum einen unglaubwürdige oder nicht ausreichende Informationen. Zum anderen sind es nicht ansprechend gestaltete Stellenanzeigen, die 54 Prozent schon einmal von einer Bewerbung absehen ließen.

Die Befragung zeigte Stepstone zufolge unter anderem, dass Jobsuchende allgemeinen und austauschbaren Formulierungen keinen Glauben mehr schenken. Sätze wie: "Wir vereinen hohe Leistungswerte und gelebte menschliche Werte" seien fragwürdig - und hätten Folgen: 64 Prozent der befragten Fachkräfte in Deutschland haben sich nach eigener Aussage schon einmal aus diesem Grund gegen eine Bewerbung entschieden, obwohl die Stelle zu ihrem Profil passte.

Auch nicht ausreichende Informationen in der Stellenausschreibung können negative Auswirkungen auf das Bewerbungsverhalten haben - jeden Zweiten haben sie schon einmal trotz inhaltlicher Passung abgehalten. Vor allem Informationen zu angebotenen Zusatzleistungen sowie Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven im Unternehmen werden häufig vermisst. Darüber hinaus sei eine Beschreibung der Unternehmenskultur für Bewerber ein wichtiger Bestandteil der Stellenausschreibung.

Nicht nur der Inhalt, auch die Aufmachung einer Stellenanzeige ist wichtig, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. Hier tragen insbesondere die Verwendung authentischer Bilder und Videos sowie die übersichtliche Darstellung der Job- und Unternehmensinformationen dazu bei, dass sich potenzielle Bewerber die Ausschreibung genauer ansehen. Sie werden bisher jedoch, wie auch die Einbindung von sozialen Medien oder Mitarbeiterbewertungen, nur von einer Minderheit der Unternehmen in einer Stellenanzeige genutzt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.