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20.12.2018

Zahlreiche Steueränderungen zum Jahreswechsel

2019 treten einige steuerliche Änderungen in Kraft, die Arbeitnehmer und Ruheständler betreffen (können). Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) hin und fasst die wichtigsten zusammen. Dazu zählen unter anderem ein höherer Grundfreibetrag, eine Steuerbegünstigung für Elektrofahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel sowie eine Steigerung des Kindergeldes.

Der Grundfreibetrag erhöht sich zum Jahreswechsel um 168 Euro auf dann 9.168 Euro pro Person und Jahr. "Bis zu dieser Höhe bleibt Einkommen vollständig steuerfrei", erklären die Steuerexperten. Darüber hinaus werde der Steuertarif zum Abbau der kalten Progression verändert. Bei einem Einkommen von 60.000 Euro bringt das beispielsweise eine Ersparnis von 159 Euro gegenüber 2018.

Auch bei der Mobilität tut sich etwas: Firmenfahrzeuge mit Elektroantrieb, die an Arbeitnehmer überlassen werden, sind vom 1. Januar an steuerlich begünstigt, sofern die Anschaffung des Fahrzeugs zwischen 2019 und 2021 erfolgt. Die Regelung gilt sowohl für reine E-Autos als auch für bestimmte Hybridfahrzeuge. Jobtickets und andere Arbeitgeberzuschüsse für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden außerdem steuerfrei gestellt.

Bei den Sozialabgaben sind gleich mehrere Änderungen zu beachten. So wird zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung zurückgekehrt: Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen die Beiträge wieder je zur Hälfte, wobei die Unternehmen nun auch den halben Zusatzbeitrag übernehmen müssen. Der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung sinkt von 3 auf 2,5 Prozent, während er in der Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent steigt.

Eltern dürfen sich auf eine Erhöhung des monatlichen Kindergeldes um 10 Euro je Kind freuen, allerdings erst von Juli 2019 an. Rentner dagegen werden verstärkt zur Kasse gebeten: "Bis zum Jahr 2040 muss jeder neue Rentnerjahrgang jährlich einen höheren Prozentsatz seiner Rente versteuern", heißt es dazu beim BVL. Wer 2019 erstmals Rente bezieht, hat einen steuerpflichtigen Rentenanteil von 78 Prozent. Das bedeutet, dass nur noch 22 Prozent der Jahresrente steuerfrei bleiben.

Weitere Informationen zu anstehenden Änderungen sind auf der Internetseite des BVL abrufbar.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.