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21.12.2018

Arbeitgeber-Optimismus in puncto Neubeschäftigung

Bei deutschen Unternehmen hält die Einstellungswelle weiter an: 17 Prozent der Firmen planen, im ersten Quartal des kommenden Jahres neue Mitarbeiter zu beschäftigen. Beste Chancen haben dabei Jobsuchende in München, das mit seinem Beschäftigungsausblick Berlin auf die Plätze verweist.

Laut aktuellem Arbeitsmarktbarometer der ManpowerGroup sind Arbeitgeber in Deutschland nach wie vor auf Personalsuche - über 10 Prozent der mehr als 1.000 Befragten planen bis einschließlich März nächsten Jahres die Einstellung neuer Arbeitnehmer. Damit zeige sich im ersten Quartal 2019 der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick mit plus acht Prozent relativ stabil. Das entspreche einer Steigerung von zwei Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres und einem Rückgang von lediglich einem Prozent verglichen mit dem 7-Jahres-Rekordwert des Vorquartals.

"Erste Prognosen über eine Eintrübung des Wirtschaftsklimas in der Eurozone machen sich in den Einstellungsplänen der deutschen Wirtschaft noch nicht bemerkbar", erläutern die Studienmacher. "Zunehmende Handelshemmnisse und der Brexit sorgen zwar für Unsicherheit, aber die Konsumfreude der heimischen Verbraucher stützt die Nachfrage weiterhin. Daher werden in München und Leipzig, in Konzernen und im Mittelstand, in der Industrie und in der Baubranche Stellen ausgeschrieben. Bremser des Tempos auf dem Arbeitsmarkt ist weniger die Auftragslage als mehr der zu hohe Bedarf an gut ausgebildeten Experten."

Besonders optimistische Zukunftsaussichten habe das verarbeitende Gewerbe in Deutschland: Angesichts dringend gesuchter Fachkräfte sei dort der Wert des Beschäftigungsausblicks mit plus 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen - und immer noch um fünf Prozent verglichen mit dem Vorquartal.

"Die Problematik um die neuen Testvorschriften für Pkw haben die bedeutende Automobilindustrie ausgebremst", so die Expertenmeinung. "Die Produktion läuft jedoch wieder an und zum Anfang des neuen Jahres sollen die Wachstumskräfte im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland wieder die Oberhand bekommen. Damit steigt die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern wieder an."

Insgesamt falle der Beschäftigungsausblick in acht von neun Branchen positiv aus, die einzige Ausnahme bilde dabei der Bereich Land- und Forstwirtschaft - mit einem bedauerlichen Negativwert von deutlichen minus sieben Prozent.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.