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02.01.2019

Auf diese Cyber-Gefahren sollten Unternehmen 2019 vorbereitet sein

In einer vernetzten Welt kommen dem Datenschutz und der Abwehr von Hackerangriffen eine überragende Bedeutung zu. Auch Kriminelle entwickeln ihre Techniken stetig weiter. Wer die Gefahren kennt, hat sie zwar noch nicht gebannt, kann sich aber entsprechend wappnen. Der TÜV Süd stellt neun Cyber-Security-Trends vor, auf die in diesem Jahr besonders zu achten ist.

Sich auf das Sankt-Florians-Prinzip zu verlassen, ist nicht ratsam: Allein in Deutschland werden zwei von drei Unternehmen jährlich Opfer von Hackerangriffen, berichtet der TÜV Süd. Ein Einfallstor, das auch 2019 aktuell ist, nennt sich Social Engineering: Dabei wird die Schwachstelle Mensch ausgenutzt oder manipuliert, um sie etwa zu unberechtigten Überweisungen zu veranlassen. Schutz bietet die Schulung von Mitarbeitern.

Auch das Thema EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist nach wie vor aktuell. Nachdem im November 2018 erste Bußgelder verhängt worden seien, wachse der Druck auf die Unternehmen, stärker in IT-Sicherheit zu investieren. Eine weitere Gefahr lauert in alten oder nicht mehr benötigten Geräten, die nicht vom Netz genommen werden. "Diese Altlasten - oder auch ,Shadow IT' - stellen ein beliebtes Angriffsziel dar", berichten die Experten.

Wer vernetzte Industrieanlagen plant, sollte die Sicherheit von Anfang an mitdenken, so eine weitere Empfehlung. Sich nachträglich gegen Cyberangriffe abzusichern sei aufwendig und kostspielig. Nutzer von Cloud-Services sollten zudem prüfen, ob ihre Lösung sicher und datenschutzkonform arbeitet. Des Weiteren sei bei der Auswahl von Cyber-Security-Software die Herkunft der Anbieter zu beachten. Der Grund sind professionelle Cyberangriffe durch staatliche Akteure, die laut Prognose 2019 weiter zunehmen werden.

Darüber hinaus raten die Experten zu einer Förderung des Austauschs zwischen Fach- und Führungskräften, zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Cyber Security sowie zum Aufspüren von Sicherheitslücken, die für Kryptomining missbraucht werden können. Der Trend verstärke sich 2019: "Dabei werden zwar keine Daten beschädigt oder gestohlen, die eigene IT-Infrastruktur wird aber ohne Wissen des Besitzers zum Schürfen von Kryptowährung genutzt."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.