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11.01.2019

Aufwärtstrend nur leicht gebremst: Fortsetzung des deutschen Beschäftigungswunders in 2019

Wie aus einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervorgeht, werden für dieses Jahr in Deutschland 440.000 neue Arbeitsplätze prognostiziert, in der gesamten Eurozone erreicht die Beschäftigung 2019 wohl ein Rekordniveau.

Bei zurückgehender Arbeitslosigkeit werde der Beschäftigungsaufbau in Deutschland auch 2019 fortgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr, in dessen Verlauf 580.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, sei lediglich ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Betrachtet man den Zeitraum seit 2007, lasse sich sogar auf mittlerweile 4,5 Millionen zusätzliche Stellen zurückblicken.

Eurozonenweit wird laut Erhebung die Zahl der Beschäftigten in diesem Jahr ebenfalls anwachsen - um 1,5 Millionen gegenüber knapp 2,2 Millionen in 2018. Dort sei für 2019 wie in Deutschland von einem neuen Rekordwert auszugehen. Experten geben jedoch zu bedenken: "Die gute Wirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahre hat zwar europaweit Millionen Menschen in Lohn und Brot gebracht - allerdings fiel der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt regional sehr unterschiedlich aus."

Gegenüber der positiven 10-Jahres-Bilanz auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibe nämlich die Lage in der übrigen Eurozone - wegen insgesamt gestiegener Arbeitslosigkeit - oft deutlich angespannt. "Von einer Entwicklung wie auf dem deutschen Arbeitsmarkt können die Menschen in vielen südeuropäischen Ländern nur träumen - das erklärt auch die Verbitterung, die in einigen Ländern heute in Teilen der Bevölkerung herrscht: Der wirtschaftliche Aufschwung kommt nur langsam bei den Menschen an, viele haben das Gefühl, sich immer weniger leisten zu können und kaum berufliche Perspektiven zu haben", so die Expertenmeinung.

Dennoch sei eine günstige Prognose angebracht, denn 2018 habe sich die Erwerbslosenquote immerhin eurozonenweit von 9,1 bereits auf 8,2 Prozent verringert und werde im laufenden Jahr nochmals auf bis zu 7,8 Prozent absinken. Dementsprechend fällt das Resümee der Studienmacher eher beruhigend aus: "Der Trend bleibt positiv: Die Beschäftigung steigt auch in den ehemaligen Krisenländern, und die Arbeitslosigkeit sinkt fast flächendeckend."

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.