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23.01.2019

Worauf sich Personaler 2019 einstellen sollten

Kreativität, Eigenverantwortung, Leadership-Kompetenzen, agile und flexible Strukturen sowie KI im Recruiting - das sind der Beratung Rochus Mummert zufolge die bestimmenden Trends für 2019 in Bezug auf Personalarbeit und Führung. Die besten Chancen hätten Unternehmen, die offen für neue Führungsstile und Arbeitsformen seien und sich flexibel an neue Bedingungen anpassen können.

Das ist leichter geschrieben als getan, denn entsprechende Mitarbeiter sind aufgrund des Fach- und Führungskräftemangels zunehmend schwerer zu finden. Damit wächst den Personalberatern zufolge die strategische Bedeutung von HR-Funktionen wie dem Recruiting oder dem Talent-Management.

Die Trends im Einzelnen beleuchtet: Mit dem Wandel hin zu einer Wissensgesellschaft entsteht auch eine neue Arbeitswelt, die flexibles und eigenverantwortliches Arbeiten unabhängig von Zeit und Ort möglich macht. Gleichzeitig bietet es Freiraum für Kreativität und Entfaltung. Unternehmen sollten dies berücksichtigen - etwa, indem sie starre Hierarchien abbauen und mehr Co-Working-Spaces sowie Möglichkeiten für Homeoffices schaffen.

Was die Führung betrifft, seien heute Persönlichkeiten mit Visionen gefragt, die ihre Mitarbeiter unterstützen und ihnen Sicherheit geben. Darüber hinaus sollten sie über Empathie verfügen und mit geringer Planbarkeit umgehen können. Dieses Bewusstsein fehlt Rochus Mummert zufolge aber noch vielerorts. Auch hinsichtlich agiler Strukturen bestehe Nachholbedarf. Es bildeten sich zunehmend Teams und Netzwerke, die moderiert statt dirigiert werden müssten. Entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung des digitalen Wandels sei es zudem, Silodenken zu verhindern.

Auch die Arbeit der Recruiter wandelt sich: Sie würden im Bewerbungsprozess zunehmend von Künstlicher Intelligenz unterstützt, wobei Algorithmen in den kommenden Jahren immer mehr Aufgaben des klassischen Recruitings übernähmen. Gleichzeitig werde die Personalsuche immer individueller, das persönliche Gespräch also weiterhin unerlässlich sein, prognostizieren die Berater.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.