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14.02.2019

Blackbox Betriebsrente: Jüngere sind nicht ausreichend informiert

Jüngere Arbeitnehmer sind durchaus bereit, Geld in ihre Altersvorsorge statt in Konsum zu investieren. In puncto Betriebsrente fühlen sie sich jedoch schlecht informiert - je jünger, desto schlechter. Das zeigt eine repräsentative Befragung der Beratung Aon und des Portals Statista in deutschen Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern.

An mangelndem Bewusstsein über die Wichtigkeit der Rente mangelt es den jungen Menschen nicht - wohl auch, weil das Thema in den Medien regelmäßig präsent ist. So waren 80 Prozent der 18- bis 39-Jährigen bereit, bis zu 5.000 Euro pro Jahr in eine betriebliche Altersversorgung zu stecken. Verständlicherweise vor allem dann, wenn der Arbeitgeber Zuschüsse leistet und daraus steuerliche Vorteile erwachsen.

Allerdings besteht offenbar ein Informationsdefizit: So wussten zwar 52 Prozent der 18- bis 29-jährigen Mitarbeiter, dass es eine Betriebsrente gibt. Beim Detailwissen zeigten sich jedoch schnell große Lücken. Des Weiteren wussten lediglich 49 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe und 40 Prozent der 30- bis 39-Jährigen, wie viel Geld sie brauchen, um das Auskommen nach dem Renteneintritt zu bestreiten.

"Die Studie zeigt deutlich: Gerade die Arbeitnehmer der Generation Y, und damit die Digital Natives, bevorzugen zu diesem Thema immer noch eine persönliche Beratung", heißt es bei Aon weiter. Insgesamt müssten Arbeitgeber deutlich mehr Anstrengungen unternehmen, um ihre Mitarbeiter über ihre Angebote in Sachen Betriebsrente zu informieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.