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15.02.2019

Recruiting: Mit attraktiven Zuwendungen werben

Nahezu die Hälfte aller Unternehmen setzt auf smarte Hightech-Ausstattung für neue Mitarbeiter, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Statt mit Dienstwagen und immensen Gehältern locken die Firmen mit aktuellen Tablets und Smartphones, gutem Arbeitsklima, Jobticket und Weiterbildung.

"Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um neue Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen?" Wie eine branchenweite, repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergab, sehen 64 Prozent der befragten 855 Personalverantwortlichen und Geschäftsführer aus Unternehmen ab drei Beschäftigten vor allem in Weiterbildungsangeboten eine effiziente Strategie zur Personalgewinnung - angesichts eines weiter steigenden Fachkräftemangels. Fast jedes zweite Unternehmen biete seinen Mitarbeitern außerdem Nahverkehrstickets zur kostenfreien Nutzung von Bus und Bahn an, um sich als Arbeitgeber positiv zu profilieren. Mit gleicher Absicht statten laut Erhebung ebenso viele Betriebe ihre neuen Kolleg(inn)en gerne mit Smartphone, Tablet oder Computer auf dem neuesten Stand der Technik aus.

Guter Teamgeist und eine angenehme Arbeitsatmosphäre seien für 37 Prozent der Firmen ein maßgebendes Kriterium, damit sich Arbeitnehmer für ihr Unternehmen entscheiden. Auch die Möglichkeit flexibler Arbeitszeitgestaltung, beispielsweise via Homeoffice, möchten demnach mehr als ein Viertel der befragten Arbeitgeber werbewirksam in den Vordergrund stellen. 24 Prozent nutzten darüber hinaus den Reiz gemeinschaftsfördernder Events wie etwa opulenter Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern, um die Gunst neuer Mitarbeiter zu gewinnen.

Deutlich weniger Unternehmen setzen hingegen, so die Umfrage, auf betriebliche Zusatzleistungen zur Altersvorsorge (13 Prozent), gesundheitsfördernde Maßnahmen (12 Prozent) oder die Option, berufliche Auszeiten zu nehmen (9 Prozent). Weit abgeschlagen in puncto Personalrekrutierung seien heute "klassische" Arbeitgeber-Angebote - wie etwa der Dienstwagen (7 Prozent), überdurchschnittliche Gehälter (3 Prozent) oder gar ein finanzieller Antritts-Bonus, den gerade einmal 1 Prozent der Firmen für die Anwerbung neuer Mitarbeiter in Betracht ziehen würde.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.