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05.03.2019

KMU können mit KI bisher nicht viel anfangen

Über Künstliche Intelligenz (KI) wird viel berichtet, doch tatsächlich halten sie 48 Prozent der Unternehmen für ihre eigenen Belange für irrelevant. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) stehen der Technologie skeptisch gegenüber - und drohen dadurch den technologischen Anschluss zu verlieren. Das zeigt eine Studie der Beratung PwC.

Grundlage der Analyse "Künstliche Intelligenz in Unternehmen" ist eine Befragung von 500 Entscheidern privatwirtschaftlicher Unternehmen in Deutschland. Danach setzen zurzeit erst vier Prozent von ihnen KI ein. Weitere 19 Prozent implementieren sie aktuell, planen dies zumindest, oder testen sie noch. 28 Prozent halten sie zwar für wichtig, beabsichtigen jedoch keinen Einsatz. Rund die Hälfte aller befragten Unternehmen gab jedoch an, dass KI für sie nicht relevant ist.

Die Berater warnen, dass diese Einstellung dazu führen könnte, dass sie an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Die möglichen Auswirkungen würden unterschätzt: Weniger als ein Drittel der Befragten glaubt an eine große oder sehr große Gefahr, Marktanteile an Wettbewerber mit KI-Einsatz zu verlieren. Vermutlich liegt es nicht zuletzt an den Ressourcen, dass zwar 83 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern KI-affin sind, aber nur 17 Prozent der KMU. Folglich seien diese besonders gefährdet, den technologischen Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.

Datenanalysen für Entscheidungsprozesse und Prozessautomatisierungen werden derzeit als wichtigste KI-Anwendungen betrachtet, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. Als Erfolgsfaktoren von KI-Anwendungen nannten die Befragten die zugrundeliegenden Datenqualität sowie den Aufbau von KI-Kompetenzen bei den Mitarbeitern. Auch die Bedeutung von Compliance-Anforderungen und regulatorischen Maßnahmen wurde von einer Mehrheit als groß oder sehr groß eingestuft.

Wer aber ist dafür verantwortlich, KI-Projekte in den Unternehmen voranzutreiben? Für 70 Prozent der Befragten ist das der IT-Fachverantwortliche, während 57 Prozent (auch) die Unternehmensleitung in der Pflicht sehen. Für jeweils nur rund 20 Prozent gehörten externe Softwarezulieferer oder interne Datenanalysten auf den Fahrersitz.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.