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03.04.2019

HR-Benchmark 2019: Bewerber stehen zu wenig im Fokus

Die Digitalisierung und Optimierung der Personalabteilungen ist mittlerweile gut vorangekommen. In puncto Bewerberorientierung zeigen sich allerdings noch viele Lücken bei den 75 großen deutschen Unternehmen, die die Kommunikationsagentur Netfed für ihren aktuellen HR-Benchmark untersucht hat. Hierin liege eine Chance für Personaler, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Für die Analyse wurden Unternehmen mit Konzernstruktur ausgewählt und ihre digitale HR-Kommunikation anhand von 135 Kriterien untersucht. Es zeigte sich, dass viele Personalabteilungen mittlerweile über digitale Features wie die Möglichkeit eines CV-Uploads verfügen. Das sei zwar auch für Bewerber komfortabel, erspare aber vor allem den Personalverantwortlichen viel Arbeit.

Die potenziellen neuen Mitarbeitenden kämen allerdings zu kurz, obwohl sich die Unternehmen künftig deutlich stärker bei den Kandidaten bewerben müssten anstatt umgekehrt. Die Studienautoren monieren unter anderem, dass es zu wenig Storytelling und kaum HR-Blogs gibt. Darüber hinaus wird das häufige Fehlen von Chat- und digitalen Dialogmöglichkeiten sowie von One-Klick-Bewerbungen kritisiert.

Die Agentur empfiehlt Unternehmen, sich in die Lage der Kandidaten zu versetzen und die eigenen Webstatistiken zu analysieren: "Bieten Sie Bewerbern entsprechend relevante Informationen, Unterhaltung und positive Erfahrungen auf Ihren Karriereseiten."

Fresenius, die Deutsche Telekom und Thyssenkrupp sind diesbezüglich laut des HR-Benchmarks schon recht weit: Im Gesamtranking sicherten sie sich die ersten drei Plätze mit jeweils mehr als 600 von 1000 möglichen Punkten. Die Deutsche Wohnen trägt die Rote Laterne, und auch die Kion Group und LEG Immobilien schnitten nur wenig besser ab.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.