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16.05.2019

Mit Personal und Marketing zum Personalmarketing

HR und PR sollten sich stärker vernetzen, sagt die österreichische Expertin für Öffentlichkeitsarbeit Brigitte Pawlitschek - und nennt dafür gute Gründe. So sei die Unternehmenskommunikation oftmals auf Kunden oder Investoren ausgerichtet, wenngleich Schlüsselbotschaften auch in der Rekrutierung benötigt würden. Auch das Personalmarketing trägt die PR schon im Namen.

"Ich bin aus meiner Praxis immer wieder erstaunt, wie wenig die beiden Unternehmensbereiche miteinander kommunizieren", berichtet Pawlitschek. Stattdessen müssten schon im Ansatz der strategischen Unternehmenskommunikation auch Key Messages für die Rekrutierung entwickelt werden. Sie brauchen nicht identisch, sollten aber davon abgeleitet sein: "Ein Orchester kann nur harmonisch spielen, wenn alle vom gleichen Blatt ablesen."

Personalmarketing und -rekrutierung sowie Employer Branding seien keine singulären eigenen Bereiche eines Unternehmens. Sie fußten auf der gleichen Kommunikationsstrategie wie jene zu anderen Stakeholdern. PR sollte folglich die strategischen Unternehmensziele definieren und gemeinsam mit HR die Schlüsselbotschaften für den HR-Bereich entwickeln. Auch die Ausbildungsstrategie eines Unternehmens für seine Mitarbeitenden sollte dabei berücksichtigt werden.

In die Orchestrierung der Unternehmenskommunikation seien außerdem sowohl Mitarbeitende als auch künftige Kollegen einzubeziehen, so Pawlitschek weiter. Dafür benötige es regelmäßige Abstimmungen zwischen HR und PR, um eine gemeinsame Schnittmenge zu finden und zu pflegen: "PR kann ohne die Inputs von HR nicht formulieren, HR sollte ohne die Messages von PR nicht kommunizieren."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.