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06.06.2019

Digitale Transformation bereitet (noch) Schmerzen

Die digitale Transformation ist für Unternehmen kaum vermeidbar. In technischer sowie in organisatorischer Hinsicht sehen sie sich aber oftmals nur bedingt gut aufgestellt. Das zeigt die internationale Human Capital Trendstudie von Deloitte. So gaben nur 35 Prozent der 600 in Deutschland Befragten an, dass Führungskräfte hinreichend auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet werden.

Wie weit die Digitalisierung schon um sich gegriffen hat, lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass 56 Prozent der Studienteilnehmer in Deutschland bereits automatisierte Prozesse als Maßnahme zur Produktivitätssteigerung nutzen. 49 Prozent setzen sie bei sich wiederholenden Aufgaben ein. Als Folge entstehen sogenannte Superjobs, in denen sich die Beschäftigten auf die Fähigkeiten fokussieren, die eine Maschine (noch) nicht beherrscht. Berufsbilder würden sich also eher verändern, als dass sie den Rechnern zum Opfer fallen.

Eine Diskrepanz sehen die Befragten in Deutschland bei der Führungskräfteentwicklung. Zwar halten es 69 Prozent von ihnen für wichtig, dass die Vorgesetzten auf die neue digitale Welt vorbereitet werden. Allerdings gaben nur 35 Prozent an, dass dies in ihrem Unternehmen auch tatsächlich umgesetzt wird.

Darüber hinaus spielen auch flexibilitätsschaffende Maßnahmen wie Homeoffice eine Schlüsselrolle für Arbeitnehmer, heißt es bei der Beratung. Während im globalen Durchschnitt nur 59 Prozent der Unternehmen diese Möglichkeit anbieten, sind es hierzulande 84 Prozent.

Zwei Drittel der Studienteilnehmer sehen es als große Herausforderung, qualifizierte, berufserfahrene Mitarbeiter zu finden, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Daher sollten Unternehmen den Blick auch nach innen richten und Mitarbeitermobilität ermöglichen. Die Hälfte der deutschen Befragten hielt es aber für leichter, eine neue Tätigkeit in einem anderen Unternehmen zu finden als im eigenen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.