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24.04.2014

Kinder stellen bis zu 400 Fragen pro Tag

Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Eltern von kleinen Kindern etwa alle zwei Minuten eine Frage beantworten müssen - bis zu 400 Fragen pro Tag. Die neugierigsten Fragensteller sind Mädchen im Alter von vier Jahren.

Ein Tag allein zu Hause mit Kindern steht einem Quiz in nichts nach: Britische Wissenschaftler errechneten, dass Eltern von ihren Kindern mehr Fragen gestellt bekommen als Grundschullehrer und immerhin genauso viele wie Ärzte und Krankenschwestern, etwa 20 pro Stunde. Vom Frühstück um 7 Uhr bis zum Abendessen um 19 Uhr müssen sich Eltern von kleinen Kindern einem Zwölf-Stunden-Fragenmarathon stellen, wobei die Kleinen im Schnitt alle zwei Minuten etwas wissen möchten. Am neugierigsten sind vierjährige Mädchen: Sie stellen bis zu 400 Fragen am Tag.

Frag Mama...

Besonders ausgefragt werden Mütter: Über 80 Prozent der Kinder befragten erst Mama, bevor Papa um Antworten gebeten wird. Ein Viertel der britischen Kinder erklärte auf die Frage, warum sie zuerst zu ihrer Mutter gehen würden, wenn sie etwas wissen möchten, dass Papa sowieso immer nur sagen würde: "Frag Mama."

Warum ist Wasser nass?

Die Fragen, die den Müttern gestellt wurden, betrafen eigentlich alles rund um die kindliche Lebenswelt und Fantasie. Zu den schwierigsten zählten Fragen wie "Warum ist Wasser nass?", "Wo endet der Himmel und warum ist er blau?", "Woraus bestehen Schatten?" und "Wie atmen Fische unter Wasser?". Neun von zehn Müttern gaben zu, bei solchen Fragen heimlich im Internet zu recherchieren, um korrekt antworten zu können. An der britischen Studie nahmen 1.000 Mütter mit Kindern zwischen zwei und zehn Jahren teil.

Tipp: Der US-amerikanische Autor Warren Berger hat sich mit dem Thema befasst, warum eigentlich nur Kinder so viele Fragen stellen und wir im Erwachsenenalter damit aufhören. Er empfiehlt in einem Artikel für das Online-Magazin FastCompany, vor allem in Unternehmen wieder eine Fragenkultur zu kultivieren, weil er der Meinung ist, dass Fragen zu stellen eher zu Innovationen führt als auf alles eine Antwort parat zu haben.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Ines Kaplan.