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05.04.2018

Potsdamer wechseln häufig die Branche, Münchener fast nie

Ostdeutsche orientieren sich im Schnitt beruflich häufiger um als Westdeutsche. Das zeigt eine Untersuchung des privaten Bildungsträgers WBS Gruppe, für die rund 15.000 gebuchte Kurse in 30 Städten analysiert wurden. Potsdam liegt mit 53 Umschulungen pro 100.000 Einwohner an der Spitze der Tabelle, während in München nur zwei von 100.000 Menschen die Branche wechseln wollen.

"Insgesamt werden in Ostdeutschland mehr Umschulungen als im Westen gebucht", heißt es in der Auswertung. Es gibt jedoch durchaus große Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen. Während die Quote der Umschulungen in Magdeburg und Darmstadt mit 42 pro 100.000 Einwohnern ebenfalls recht hoch liegt, wollen oder müssen sich in Dresden (18), Leipzig (19) und Erfurt (27) weitaus weniger Menschen beruflich umorientieren.

Die niedrigsten Werte - und damit vermutlich eine hohe Jobzufriedenheit - sind allerdings tatsächlich in westdeutschen Städten zu verzeichnen. Neben München buchen auch Berliner, Hamburger (je 3), Münsteraner (5), Augsburger und Hannoveraner (je 6) vergleichsweise wenig Umschulungen.

Ebenfalls untersucht wurde der betriebliche Fort- und Weiterbildungsmarkt. Darmstadt trägt hier den Titel der wissbegierigsten Stadt Deutschlands mit 238 Teilnehmern pro 100.000 Einwohnern. In Potsdam (234) und Lübeck (159) wird ebenfalls überdurchschnittlich viel gelernt. Dagegen werden in Hamburg mit 29 Teilnehmern pro 100.000 Einwohner die wenigsten beruflichen Fortbildungen gebucht. Auch in München (35) sind Weiterbildungen der Auswertung zufolge nicht sehr stark nachgefragt. Thematisch stehen generell kaufmännische Fortbildungen in den meisten untersuchten Städten an der Spitze, gefolgt vom Bereich Personal und Management.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.