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15.07.2019

Vier von zehn Mitarbeitern nutzen digitale HR-Tools

Etwas weniger als jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland, Frankreich und Spanien nutzt inzwischen digitale Personalmanagement-Tools und stellt zum Beispiel Urlaubsanträge nicht mehr mit Papier und Stift. Die Mehrheit ist davon überzeugt, dass diese HR-Services wichtig für das Management sind. Die Mitarbeiter hierzulande stehen solchen Werkzeugen am offensten gegenüber.

In deutschen Unternehmen haben 44 Prozent der Mitarbeiter bereits digitale HR-Tools genutzt. In Frankreich sind es 46 und in Spanien 41 Prozent. Das zeigt eine Studie, die YouGov kürzlich im Auftrag von Payfit durchgeführt hat. An der Stichprobenbefragung nahmen 2500 Arbeitnehmer teil.

Digitale HR-Tools bringen Unternehmen aus Mitarbeitersicht Effizienz und Zeitersparnis

Von den deutschen Studienteilnehmern 86 Prozent solche Werkzeuge als wichtigen Bestandteil für den erfolgreichen und reibungslosen Ablauf in Unternehmen. In Frankreich und Spanien sagen dies jeweils 91 Prozent. 79 Prozent der Befragten aus Deutschland sind überzeugt, dass digitale Tools für ein effizienteres Management sorgen. 87 Prozent denken, dass sie Zeitersparnis mit sich bringen, zum Beispiel bei Urlaubsanträgen: Das digitale Ausfüllen des Antrags, Abschicken per E-Mail und das Informiertwerden über die Genehmigung gehen schneller als das manuelle Suchen und Ausdrucken des Antrags, händisches Ausfüllen, Abgeben in der Personalabteilung und Warten auf die Genehmigung. Die Angestellten in den anderen beiden Ländern sind noch mehr als die Bundesbürger von den Vorteilen für das Management überzeugt.

Die Mehrheit der Angestellten sieht auch für sich selbst Vorteile

Die meisten Mitarbeiter denken darüber hinaus, dass ihnen HR-Software auch selbst Vorteile bietet: 87 Prozent der deutschen Befragten sehen es als positiv an, dass sie so immer auf ihre Daten zugreifen können, informiert bleiben und in die Personalarbeit integriert werden. In Frankreich teilen 92 und in Spanien 91 Prozent diese Einschätzung. 40 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass die digitalen Werkzeuge für sie eine Möglichkeit sind, sich bei ihren Vorgesetzten Gehör zu verschaffen. Jeder Vierte (25 Prozent) schätzt es, dass die Personal-Tools mehr Autonomie zulassen - ein Aspekt, der bei Franzosen (38 Prozent) und vor allem bei Spaniern (47 Prozent) wesentlich mehr Bedeutung hat. Das wichtigste Kriterium für Berufstätige in Deutschland ist die einfache Bedienbarkeit der HR-Tools.

Sechs von zehn Beschäftigten finden Personalmanagement-Tools vertrauenswürdig

58 Prozent der Deutschen sehen HR-Tools als vertrauenswürdig an, zwölf Prozent halten sie nicht für vertrauenswürdig und vermuten einen Eingriff in ihre Privatsphäre; der Rest hat keine Meinung dazu. In Spanien haben 54 Prozent Vertrauen in die Werkzeuge und 14 Prozent verneinen dies. Am skeptischsten sind die Franzosen; von ihnen findet weniger als die Hälfte (46 Prozent) die Tools vertrauenswürdig und jeder Fünfte (19 Prozent) hält sie explizit für nicht vertrauenswürdig. Sie gehen auch stärker als deutsche und spanische Arbeitnehmer davon aus, dass digitale Werkezeuge eine Möglichkeit für Führungskräfte sind, ihre Mitarbeiter zu kontrollieren.

Quelle: Personalwirtschaft.de