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26.08.2019

Deutsche machen sich zunehmend Sorgen um ihren Arbeitsplatz

Auch wenn sich die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland weiterhin auf sehr hohem Niveau hält, macht sich Unsicherheit breit. Das zumindest legt eine Umfrage von Randstad nahe. Demnach ist die Angst vor einem Job-Verlust bei deutschen Arbeitnehmern auf ein Vier-Jahres-Hoch geklettert. Unter Umständen könnte dies zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

Während im ersten Quartal 2017 lediglich 3,5 Prozent der Arbeitnehmer die Wahrscheinlichkeit für hoch hielten, ihren Job in den kommenden sechs Monaten zu verlieren, sind es im zweiten Quartal 2019 nun 8,1 Prozent. Laut dem Personaldienstleister ist das der höchste Wert seit 2015 und ein Anstieg von etwa einem Drittel innerhalb nur eines Quartals. Datengrundlage ist eine Befragung von mehr als 400 Arbeitnehmern in Deutschland zwischen 18 und 64 Jahren.

Als Gründe für das Ergebnis werden wirtschaftliche Konflikte und Unsicherheiten wie Handelsstreitigkeiten oder der Brexit angeführt. "Die Angst vor dem Jobverlust ist ein guter Indikator für die Stimmung unter den Arbeitnehmern", konstatiert Petra Timm von Randstad Deutschland. Sie eigne sich zwar nicht zur Voraussage von Bewegungen am Arbeitsmarkt. Aber sie verrate viel über das Vertrauen der Beschäftigten in die Nachhaltigkeit der Konjunktur.

Mittelfristig könnte die Unsicherheit auch Auswirkungen auf die tatsächliche Konjunktur haben, so Timm: "Denn Arbeitnehmer sind nicht nur Teil der Wertschöpfungskette, sondern auch Konsumenten." Sowohl die Produktivität als auch der Konsum leide unter Unsicherheit. Wer Angst um seinen Arbeitsplatz habe, der arbeite nicht motivierter, sondern sei abgelenkt und mache schneller Fehler.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.