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29.08.2019

Steiler Anstieg bei anerkannten ausländischen Berufsabschlüssen

Die Zahl anerkannter ausländischer Berufsabschlüsse ist im vergangenen Jahr rasant gestiegen. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Demnach beruht mehr als die Hälfte des Anstiegs der Anerkennungen auf solche in Berufen im Gesundheitswesen. Am häufigsten wurden in Syrien erworbene Abschlüsse anerkannt.

2018 wurden bundesweit 36.400 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt. 2017 waren es erst 30.200 gewesen. 22.300 und damit 61 Prozent der Anerkennungen entfielen auf Gesundheits- und Krankenpfleger sowie auf Ärzte, denen damit die Erlaubnis zur Ausübung ihres Berufs (Approbation) erteilt wurde. Auf den weiteren Plätzen folgen Ingenieure (2.900), Lehrer (1.900) und Erzieher (900).

Im Hinblick auf die Länderstatistik liegt Syrien mit 4.800 anerkannten Abschlüssen vorne, gefolgt von Bosnien und Herzegowina (3.000), Serbien (2.100) und Polen (2.000). Recht ausgeglichen ist das Verhältnis nach Regionen: Aus den Mitgliedsstaaten der EU wurden 11.900 Abschlüsse anerkannt, während aus dem übrigen Europa 11.500 und aus Asien 10.000 waren.

Bei weitem nicht jeder Antrag hat Aussicht auf Erfolg: So bearbeiteten die für die Anerkennung zuständigen Stellen im Jahr 2018 rund 50.500 Verfahren, darunter 39.100 Neuanträge. Die Zahl der bearbeiteten Anträge stieg damit binnen Jahresfrist um 6.500. Insgesamt wurden 56 Prozent der Anerkennungsverfahren von Frauen beantragt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.