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07.10.2019

HR und Vertrieb: Mehr Gemeinsamkeiten als gedacht

Erfolgreiche Personaler müssen auch gute Vertriebler sein, berichtet die Jobbörse Careerbuilder - und nennt fünf Gründe dafür. Hintergrund ist der Wandel ihres Berufsbildes, der ihnen zunehmend auch Fähigkeiten abseits ihres Kerngeschäfts abverlangt. So könnten Begriffe wie Customer Journey oder Digital Touchpoints, bisher aus dem Sales-Bereich bekannt, sinngemäß auch auf HR übertragen werden.

Ein Beispiel ist die Identifizierung von Zielgruppen, die sowohl im Verkauf als auch im Recruiting eine große Rolle spielt. Je genauer sie sich einkreisen lassen, desto erfolgreicher gelingt die Ansprache bei gleichzeitiger Minimierung von Streuverlusten. Personaler haben es allerdings etwas schwieriger als Vertriebler, weil die Zielgruppen dynamisch für jede neue Vakanz angepasst werden müssen.

Auch die intensive Kontaktpflege ist eine Gemeinsamkeit beider Bereiche. Sowohl Kunden als auch Bewerber erwarten einen "direkten Draht" zum Unternehmen: "HR-Profis müssen diese neue Form der Kontaktpflege in all ihren Facetten beherrschen und auch die digitalen Kanäle sinnvoll bespielen können", heißt es bei Careerbuilder weiter. Das kontinuierliche Anpassen der Kommunikationsmittel und -wege sei dabei ebenso wichtig wie das Etablieren neuer Kontaktpunkte zu den Bewerbern, beispielsweise auf Jobmessen, in Schulen oder Universitäten.

Weitere große Übereinstimmungen gibt es beim Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen, dem im HR-Bereich der Aufbau eines Talent Pools entspricht, sowie bei der Preiskalkulation und Angebotserstellung respektive der Stellenanzeige. Bereits für ihren Entwurf sein fundiertes fachliches Wissen notwendig, um die Arbeitsbeschreibung für den Bewerber in verständliche Worte zu fassen.

Last but not least kann der Vertrieb einen Beitrag zur Produktentwicklung leisten, indem er Kundenfeedback aufnimmt und sinnvolle Anregungen intern weitergibt. Ein Personaler kann das ebenfalls: Er ist Kontaktperson für Bewerber und Mitarbeiter. In dieser Rolle erhält er Rückmeldung über HR-spezifische Angebote und Prozesse - spätestens, wenn er sie aktiv einfordert. Die Erkenntnisse können dem Unternehmen dabei helfen, seine Arbeitgebermarke zu optimieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.