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18.10.2019

IT-Sicherheit braucht Akzeptanz der Mitarbeiter

Wenn Unternehmen in puncto IT-Sicherheit zu wenig auf praktikable Lösungen achten, riskieren sie, dass die eigenen Mitarbeiter Maßnahmen wie häufige Authentifizierung und Passwortwechsel als unnötige Belastung am Arbeitsplatz wahrnehmen.

Laut einer vom TÜV-Verband (VdTÜV) beauftragten Erhebung stehen die Mitarbeiter von 58 Prozent der deutschen Unternehmen ständigen IT-Sicherheitsanforderungen durchaus skeptisch gegenüber, 503 Firmen ab 10 Beschäftigten wurden dazu repräsentativ befragt. VdTÜV-Experten mahnen in diesem Zusammenhang: "IT-Sicherheitsmaßnahmen dürfen die Mitarbeiter nicht drangsalieren", stattdessen gelte: "IT-Sicherheit muss sich so natürlich wie möglich in den Arbeitsalltag integrieren lassen." Wichtig sei, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht als "lästiges Übel" empfunden werden.

Hinsichtlich der gewünschten Anwenderakzeptanz komme es vor allem auf die Benutzerfreundlichkeit an. Hier ermögliche der technologische Fortschritt bereits passable Lösungen in Form zeitgemäßer biometrischer Authentifizierung. "Vorgaben wie regelmäßige Passwortwechsel bei der Windows-Anmeldung oder anderen Anwendungen gelten inzwischen als überholt", so die Fachleute. "Die Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern geeignete Tools wie Passwortmanager, Zertifikate oder biometrische Verfahren zur Verfügung stellen, damit ihnen die Umsetzung von IT-Sicherheitsvorgaben leicht von der Hand geht."

Außerdem lohne sich die Investition in Weiterbildung der Mitarbeiter: "Zur heute notwendigen digitalen Kompetenz gehört der sichere Umgang mit IT-Anwendungen". Abhängig vom jeweiligen Kenntnisstand seien dabei allerdings individuelle Lernangebote erforderlich - nur so könne die Notwendigkeit von IT-Sicherheitsmaßnahmen plausibel erklärt und das richtige Verhalten bei drohender Gefahr sichergestellt werden. "Viele Mitarbeiter empfinden den Umgang mit IT-Sicherheitsmaßnahmen als zusätzliche Hürde und nervig. Aber die Folgen eines erfolgreichen Cyberangriffs nerven noch viel mehr."

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.