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23.10.2019

Bessere Arbeits-Infrastruktur an Bahnhöfen und Flughäfen erwünscht

Geschäftsreisende sind mittlerweile geübt darin, auch unterwegs produktiv zu nutzen. Während sie die Arbeitszeit im Flugzeug oder in der Bahn aber bereits als vollständig ausgeschöpft ansehen, bieten Umsteigezeiten offenbar noch viel Potenzial für mehr Effizienz. Das zeigt eine Befragung von 200 geschäftsreisenden Managern, Fach- und Führungskräften durch den Deutschen Reiseverband (DRV).

Dank der heutigen technischen Ausstattung ist zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten für zunehmend mehr Menschen möglich: Vielreisende schaffen es der Umfrage zufolge, 44 Prozent ihrer Bahnfahrtzeit beziehungsweise 36 Prozent ihrer Flugzeit produktiv zu sein. Während Umsteige- und Anschlusszeiten können dagegen nur 14 Prozent der Zeit effizient genutzt werden. Würden die Rahmenbedingungen stimmen, könnte diese Quote laut den Umfrageteilnehmern auf schätzungsweise 20 Prozent gesteigert werden.

Eine Mehrheit von 84 Prozent der Geschäftsreisenden wünscht sich beispielsweise einen ungestörten Arbeitsbereich mit Tisch im Flughafen oder Bahnhof. "Jeder Dritte würde dafür sogar extra bezahlen", heißt es beim DRV weiter. Für einen zeitlich unbeschränkten WLAN-Zugang würden 35 Prozent das Portemonnaie aufmachen. Weitere jeweils von der Mehrheit gewünschte Angebote, für die teilweise sogar bezahlt werden würde, sind schallgeschützte Telefonboxen, Meetingräume und Videokonferenz-Einrichtungen.

Ein integriertes Angebot würde wohl den Nerv der Zeit treffen, denn für fast alle Befragten war außerdem wichtig, Informationen zu Gate- und Gleis-Änderungen oder Verspätungen direkt aufs Smartphone geschickt zu bekommen. Gleichzeitig möchten sie auf Reisen nur wirklich wichtige Nachrichten zugestellt haben: Mehr als die Hälfte der Befragten legte nämlich auch Wert auf medienfreie Arbeitszeit auf Reisen - ohne ständige Ablenkung durch Whatsapps oder E-Mails.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.