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25.10.2019

Aufstiegsfortbildungsförderung wird reformiert

Im Sommer 2020 soll aller Voraussicht nach die 4. Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBGÄndG) in Kraft treten. Dafür stellt der Bund in der 19. Legislaturperiode zusätzliche Gelder in Höhe von 350 Millionen Euro zur Verfügung.

Als Grundlage dieser Ankündigung behandelt der von der Bundesregierung als Unterrichtung (19/13760) vorgelegte "Bericht über die Wirkungen des Dritten Gesetzes zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes" den bisher erreichten deutlichen Ausbau der Leistungen des AFBG. Um den beruflichen Aufstieg zu fördern und Menschen mit Familie sowie aus sozialen Berufen stärker zu motivieren, sollte das Aufstiegs-BAföG seit dem Jahr 2016 attraktiver gestaltet werden.

Zukünftig könne zur Entlastung der an Fortbildung Interessierten eine Anhebung der Zuschussanteile sowie eine Verringerung der Darlehensanteile erfolgen. So werde der Unterhaltsbeitrag zu einem Vollzuschuss ausgebaut und der Maßnahmebeitrag (inklusive Meisterprüfungsstück) auf 50 Prozent angehoben. Besonders Vollzeitgeförderte wie z. B. die Teilnehmer fachschulischer Maßnahmen sollen laut Bundesregierung davon profitieren, ebenso Frauen, die zahlenmäßig besonders stark in Aufstiegsfortbildungen aus dem sozialen Bereich vertreten sind und deren Anteil unter den Geförderten bereits auf ein Drittel angestiegen sei.

Zur Stärkung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung solle darüber hinaus das Förderangebot erweitert werden - durch die "Vorbereitung auf Prüfungen aller drei beruflichen Fortbildungsstufen der höherqualifizierenden Berufsbildung" schrittweise bis auf "Master-Niveau". Schon bisher seien übrigens die von Bund und Ländern zur Verfügung gestellten Mittel für das Aufstiegs-BAföG jährlich gesteigert worden: ein deutliches Zeichen für die Priorität der beruflichen Weiterentwicklung "motivierter Bürgerinnen und Bürger".

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.