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29.10.2019

Mehrheit steht ausländischen Fachkräften positiv gegenüber

Zuwanderung gilt als ein erfolgversprechender Faktor, den Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt zumindest abzufedern. Die deutschen Arbeitnehmer stehen dem einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad zufolge mehrheitlich positiv gegenüber: 66 Prozent befürworten die Einstellung ausländischer Arbeitnehmer, wenn die Stelle ansonsten nicht besetzt werden kann.

Der Bedarf ist vorhanden: Laut einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit werden unter anderem Mechatroniker, IT-Spezialisten, Klempner, Kraftfahrer und Altenpfleger händeringend gesucht. "Wenn sich die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht grundlegend verändert, können diese Lücken nur durch Aus- und Weiterbildung sowie durch Fachkräfte aus dem Ausland geschlossen werden", betont Dr. Christoph Kahlenberg von Randstad.

Er verweist darauf, dass das EU-Jobnetzwerk Eures bei der Besetzung von vakanten Stellen mit europäischen Fachkräften helfen kann. Dort seien etwa eine halbe Million Bewerber registriert, die im Ausland arbeiten möchten. Beliebtestes Ziel dieser Bewerber sei Deutschland. Es sei gut, wenn Deutschland ein attraktives Ziel für gut Ausgebildete sei, berichtet Corine Vega von Randstad: "So sind es in Polen vor allem Befragte mit hohem Bildungsstand, bei denen Deutschland beliebt ist."

Interessant wäre noch eine Nachfrage nach den Gründen bei jenen 34 Prozent der 400 befragten Arbeitnehmer in Deutschland gewesen, die die Ausgangsfrage verneinten: Sie sähen eine Besetzung vakanter Stellen durch ausländische Fachkräfte nicht gern, obwohl diese ansonsten nicht besetzt werden könnten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.