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31.10.2019

Förderrichtlinie des Bundesarbeitsministeriums: Betriebe unterstützen bei der Anwendung Künstlicher Intelligenz

Die nationale KI-Strategie der Bundesregierung zielt darauf ab, Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in Deutschland voranzubringen. Für die konkrete Umsetzung sorgt die jüngst publizierte Förderrichtlinie "Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel".

Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) schafft die Richtlinie die Voraussetzungen, "Lern- und Experimentierräume" für die betriebliche Anwendung KI-basierter Systeme zu fördern. Ziel sei die Erprobung menschenzentrierter Anwendung von Künstlicher Intelligenz im eigenen Unternehmen sowie die Förderung des Technologie-Transfers in die Betriebe - inklusive Teilhabe der dort Beschäftigten. Bis zum 22. November 2019 können Firmen ihre Interessenbekundungen einreichen.

Der zuständige Bundesminister Hubertus Heil erläutert: "Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt. Damit die Technologie den Menschen nutzt, fördern wir die Anwendung von KI in den Betrieben. Mit den ,Lern- und Experimentierräume KI' kann die Transformation der Arbeitswelt ganz konkret auf der betrieblichen Ebene gestaltet werden. Denn hier entstehen die besten praxisnahen Lösungen. Wir wollen den Einsatz von KI mit sozialen Innovationen für die Beschäftigten verbinden."

So könne mit den Worten des Ministers etwa "der Einsatz KI-basierter Assistenzsysteme in der Pflege und im Handwerk erprobt werden, um hier die Beschäftigten zu entlasten. Nur wenn Unternehmen und Beschäftigte konkret vor Ort den technologischen Wandel partnerschaftlich gestalten, entstehen wirtschaftliche und soziale Innovationen gleichermaßen. Deshalb setzen wir bei der Förderung darauf, dass die Einführung und Anwendung von KI durch die Betriebspartner ausgehandelt wird. Unser Ziel ist mehr Vertrauen."

Für die Förderung innovativer Projekte über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren stehe im Übrigen die Initiative "Neue Qualität der Arbeit", finanziert unter anderem aus Mitteln des BMAS - mit insgesamt bis zu 15 Millionen Euro bis Ende 2023.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.