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25.11.2019

Azubis klagen vielfach über arbeitsbedingte Beschwerden

Obwohl die meisten Auszubildenden ihren Gesundheitszustand als gut oder sogar sehr gut bezeichnen, klagen gleichzeitig 58,8 Prozent über arbeitsbedingte Beschwerden. Verspannungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit setzen ihnen zu, zeigt eine Studie der AOK. Teilweise liegt das allerdings auch am eigenen Verhalten. Das ist ein Grund, warum Gesundheitsangebote von Arbeitgebern sinnvoll sein können.

An der repräsentativen Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) haben 1.420 Nachwuchskräfte aus 359 Klein- und Mittelbetrieben teilgenommen. 63,7 Prozent von ihnen klagten über körperliche und 52,3 Prozent über psychische Beschwerden. Jeweils ein knappes Viertel hat nach eigenen Angaben sogar häufig oder immer mit Verspannungen, Kopf- oder Rückenschmerzen zu tun. Mehr als die Hälfte der Befragten brachte mindestens eines der Symptome mit dem Arbeitsplatz in Verbindung.

Dabei werden die Arbeitsbedingungen überwiegend positiv beurteilt: 79,8 Prozent sind zufrieden mit ihnen, 90,4 Prozent nennen das Arbeitsklima sogar spannungsfrei. Bei den Themen Führung und Fehlerkultur gibt es aber noch Nachholbedarf für Unternehmen. So fürchteten sich 21,5 Prozent der befragten Azubis davor, bei der Arbeit Fehler zu machen. 20,9 Prozent monierten, dass sie nur teilweise Anerkennung und Lob erfahren.

Zu einem gewissen Teil sind die Jugendlichen selbst verantwortlich für ihre Verfassung: In der Gruppe der Auszubildenden mit einem eher gesundheitsförderlichen Verhalten waren durchschnittlich 6,7 Fehltage in den letzten zwölf Monaten zu verzeichnen. In der Vergleichsgruppe mit einem eher riskanten Gesundheitsverhalten waren es 9,3 Fehltage.

Hier könnte ein betriebliches Gesundheitsmanagement ansetzen, für das die meisten Azubis der Studie zufolge offen sind: 81,5 Prozent hielten entsprechende Angebote für gut. Am höchsten standen dabei ein gesundes Kantinenangebot, Entspannungsangebote und Rückenschulungen im Kurs.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.