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26.11.2019

Auch Weihnachtsgeld muss versteuert werden

Dass die Mehrzahl der deutschen Beschäftigten in diesem Jahr Weihnachtsgeld erhält, ist eine frohe Botschaft. Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) weist allerdings darauf hin, dass die Sonderzahlung steuerpflichtig ist. Somit werden in diesem Monat auch höhere Abzüge fällig. Unter Umständen kann man sich das Geld jedoch über die Steuererklärung zurückholen.

Für Weihnachtsgeld, Bonuszahlung oder Gewinnbeteiligung gilt gleichermaßen: Sie werden als Sonderzahlungen eingestuft und sind für den Arbeitnehmer steuerpflichtig, wie der Lohnsteuerhilfeverein berichtet. Die Zahlung wird gemeinsam mit dem Gehalt überwiesen und treibt damit auch den Steuersatz in die Höhe: "Das bedeutet, dass in diesem Monat höhere Abzüge bei zum Beispiel der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer fällig werden." Unter dem Strich bleibe weniger Netto vom Brutto.

Mit der Abgabe einer Einkommensteuererklärung können sich Arbeitnehmer zu viel gezahlte Steuern unter bestimmten Umständen im folgenden Jahr zurückholen. Dazu muss die Erklärung rechtzeitig und vollständig beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Das kann sich lohnen: In der weit überwiegenden Mehrzahl erhalten Steuerpflichtige, die sich zur Einkommensteuer veranlagen lassen, eine Steuererstattung.

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis erhalten in diesem Jahr 86,9 Prozent der Tarifbeschäftigten Weihnachtsgeld in durchschnittlicher Höhe von 2.632 Euro brutto. Die Hans-Böckler-Stiftung kommt nach Angaben des VLH jedoch zu anderen Zahlen: Demnach können sich lediglich 76 Prozent der Tarifbeschäftigten und 42 Prozent der übrigen Arbeitnehmer über die Sonderzahlung zum Jahresende freuen. In der Gesamtheit entspreche das einem Anteil von 53 Prozent der Arbeitnehmer, die 2019 Weihnachtsgeld erhalten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.