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28.11.2019

Beschäftigte wünschen sich mehr Rentenberatung vom Arbeitgeber

Gesetzliche Rente, private Altersvorsorge, betriebliche Altersversorgung - sie sind immens wichtig, doch für viele Arbeitnehmer scheinbar ein Buch mit sieben Siegeln. Einer repräsentativen Umfrage des Versicherungsmaklers Aon zufolge wünschen sich vor allem jüngere Beschäftigte bei diesen Themen mehr Unterstützung von ihrem Arbeitgeber, etwa durch gezielte Entscheidungshilfen.

Für die Studie wurden 2.002 Arbeitnehmer in Deutschland befragt. 66,7 Prozent von ihnen halten die gesetzliche Rente für "komplex" oder gar "sehr komplex". Auch die private Altersvorsorge, Betriebsrenten und die konkrete persönliche Finanzplanung ist für jeweils mehr als die Hälfte der Befragten ein äußerst vielschichtiges Thema, das nicht einfach zu überblicken ist.

Kein Wunder also, dass sich viele von ihnen über Hilfestellungen des Arbeitgebers freuen würden, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. Von den 18- bis 29-Jährigen erwarten dies sogar 71,8 Prozent. Mit steigendem Einkommen nimmt der Wunsch nach Beratung ebenfalls zu. "Hier können Arbeitgeber punkten, indem sie qualifizierte Mitarbeiter durch entsprechende Angebote überzeugen", berichtet Aon. Die Rente und Altersversorgung steht in puncto Beratungsbedarf für 75,4 Prozent an oberster Stelle, während Hilfe bei der Absicherung der Risiken Berufsunfähigkeit, Unfall und Tod "nur" für 42,4 Prozent besonders wichtig ist.

Unternehmen könnten den Bedarf auf verschiedene Weise erfüllen. Aktive Information und Kommunikation rund um die Altersversorgung sei eine Möglichkeit. "Gezielte Entscheidungshilfen und arbeitgeberfinanzierte Programme können darüber hinaus maßgeblich zum finanziellen Wohlbefinden beitragen", erklärt Aon-Geschäftsführer Fred Marchlewski.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.