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09.12.2019

Neuer Gesetzentwurf zur Aufstiegsfortbildungsförderung

Zur Stärkung der höherqualifizierenden Berufsbildung in Deutschland soll laut Bundesregierung das Vierte Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) beitragen: mit attraktiveren Aufstiegsfortbildungen durch erweiterte Fördermöglichkeiten und Leistungsverbesserungen.

Ein Abbau möglicher finanzieller Hemmnisse werde beruflichen Aufsteigern die Entscheidung für eine höherqualifizierende Berufsbildung erleichtern, damit anspruchsvolle Aufstiegsfortbildungen häufiger genutzt werden und die Wirtschaft dementsprechend von einem Fach- und Führungskräftenachwuchs aus dem dualen System profitieren kann. Beruflicher und akademischer Qualifizierungsweg würden in ihrer Gleichwertigkeit gestärkt, dazu trage ein entsprechendes Förderangebot für die beruflichen Fortbildungsstufen bei.

Neu sei die Möglichkeit, stufenübergreifend aufzusteigen bis auf "Master-Niveau" - konsequent gefördert durch das AFBG, das die Förderung erweitere auf Prüfungs-Vorbereitungen aller drei beruflichen Fortbildungsstufen, die im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und in der Handwerksordnung (HwO) verankert sind. Das Förderangebot für Teilnehmer an Aufstiegsfortbildungen im beruflichen System müsse im Übrigen den Verbesserungen für Studierende und Schüler gemäß 26. Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes gleichgestellt werden.

Wichtig sei in diesem Kontext auch die Vereinbarkeit von Familie und Aufstiegsfortbildung. So sei geplant, für Vollzeitgeförderte den effektiven Zuschussanteil bei der Unterhaltsförderung von bisher 50 Prozent zu einem Vollzuschuss umzubauen sowie den einkommensunabhängigen Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende zu erhöhen und den Darlehenserlasses aus sozialen Gründen zu erweitern. Für Alleinerziehende solle beispielsweise der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag von 130 Euro auf 150 Euro angehoben werden.

Von 40 Prozent auf 50 Prozent gesteigert würden darüber hinaus der Zuschuss auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren - inklusive der Anhebung des Zuschussanteils für die Erstellung der fachpraktischen Arbeit in der Meisterprüfung des Handwerks und vergleichbarer Arbeiten in anderen Wirtschaftsbereichen - sowie der Darlehenserlass bei Bestehen der Prüfung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.