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09.12.2019

Sachbezugs-Freigrenze: Strengere Regeln für Gutscheine und Geldkarten

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern steuerfrei kostenlose oder vergünstigte Sachbezüge bis zu einer Freigrenze von 44 Euro monatlich gewähren. Mit dem Jahressteuergesetz 2019, das vom 1. Januar 2020 an gilt, wurde die Grenze zwischen Geldleistung und Sachbezug genauer definiert. Damit ist unter anderem keine Lohnumwandlung im Rahmen der Freigrenze mehr möglich.

Nach Angaben des Benefits-Serviceanbieters Sodexo betrifft die steuerrechtliche Änderung rund sechs Millionen Arbeitnehmer in Deutschland. Grund dafür war, dass die Bundesregierung, nicht zuletzt aufgrund jüngerer Urteile des Bundesfinanzhofs, Rechtssicherheit bei der Abgrenzung von steuerpflichtigem Barlohn und steuerfreien Sachbezügen schaffen wollte.

Sodexo hat aufgrund der Neuregelung ein Gutachten bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO in Auftrag gegeben, das bei der praktischen Interpretation der Vorgaben helfen soll. Demnach zählen zum steuerpflichtigen Barlohn künftig zweckgebundene Geldleistungen sowie nachträgliche Kostenerstattungen und Geldsurrogate wie Kredit- oder Guthabenkarten. Auch andere Geldbetrag-Präsente sind als steuerpflichtiger Barlohn einzustufen. Darüber hinaus ist im Rahmen der 44-Euro-Freigrenze keine Lohnumwandlung mehr zulässig. Arbeitgeber müssen solche Benefits vom kommenden Jahr an zusätzlich zum Arbeitslohn gewähren.

"Weiterhin als Sachbezug zulässig sind Gutscheine, Geldkarten und wiederaufladbare Geschenkkarten, mit denen Mitarbeiter ausschließlich Waren oder Dienstleistungen beziehen können", heißt es bei Sodexo weiter. Wichtig sei hier, dass diese Sachbezugskarten nur national einsetzbar sind und mit den betreffenden Einlösestellen individuelle gewerbliche Akzeptanzpartner-Vereinbarungen bestehen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.