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07.01.2020

2020 bringt mehrere Steueränderungen mit sich

Zu Jahreswechseln treten meist viele gesetzliche Neuregelungen in Kraft. Das gilt auch für das Steuerrecht. So erhalten Arbeitnehmer mit Auswärtstätigkeit seit dem 1. Januar höhere Verpflegungspauschalen und Firmenfahrzeuge mit Elektroantrieb werden stärker gefördert. Auf diese und weitere Änderungen weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) hin.

Eine gute Nachricht ist, dass der Grundfreibetrag um 240 Euro auf 9.408 Euro pro Person und Jahr steigt. Bis zu dieser Höhe bleibt Einkommen vollständig steuerfrei. Darüber hinaus wird der Steuertarif zum Abbau der kalten Progression verändert. Bei einem Einkommen von 10.000 Euro bedeutet das nach Berechnungen des BVL (jeweils ohne Zuschlagsteuern) eine Ersparnis gegenüber 2019 von 37 Euro, bei einem Einkommen von 60.000 Euro müssen 183 Euro weniger Steuern bezahlt werden.

Um die ökologische Verkehrswende zu forcieren, werden Firmenfahrzeuge mit Elektroantrieb stärker begünstigt: Der pauschale Sachbezug für Privatfahrten und Fahrten zur Arbeitsstätte verringert sich auf ein Viertel. "Damit reduziert sich für Arbeitnehmer, die solche Firmenfahrzeuge nutzen, die Lohnsteuer", erklären die Steuerexperten. Wer den Sachbezug anstelle der pauschalen Methode mit einem Fahrtenbuch und den tatsächlichen Kosten berechnet, habe ebenfalls Steuervorteile.

Auch Arbeitnehmer mit Auswärtstätigkeiten können sich freuen: Bei mehr als acht Stunden Abwesenheit gilt nun eine Verpflegungspauschale von 14 statt 12 Euro, bei ganztägiger Abwesenheit steigt sie von 24 auf 28 Euro. Für Berufskraftfahrer, die in ihrem Fahrzeug übernachten, wurde außerdem ein neuer Pauschbetrag in Höhe von acht Euro pro Übernachtung eingeführt. Die Pauschalen können für steuer- und sozialversicherungsfreie Arbeitgeberleistungen genutzt oder als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Eine weitere Neuerung betrifft die Altersvorsorge. Wie der BVL berichtet, können Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung, berufliche Versorgungswerke oder in Rürup-Verträge seit Jahresbeginn bis zu 25.046 Euro berücksichtigt werden. Das sind 741 Euro mehr als im Vorjahr. 90 Prozent der Beiträge werden als Sonderausgaben abgezogen, das sind zwei Prozentpunkte mehr als 2019.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.