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09.01.2020

Onboarding: Unterschätzt, aber wertvoll

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Das gilt auch für Arbeitgeber, die neue Mitarbeiter willkommen heißen. Mehr oder weniger, denn mitunter sind weder Arbeitsmittel noch die Kollegen vorbereitet. Die Stellenbörse Careerbuilder benennt die vier größten Gefahren, die es zu vermeiden gilt - denn von einer guten Einarbeitungsphase, auch "Onboarding" genannt, profitieren beide Seiten.

Zugegeben, eine umfassende Einarbeitung braucht Zeit und Geduld, die in Unternehmen oftmals Mangelware sind. Trotzdem sollten sie investiert werden, denn ansonsten verspielen Arbeitgeber nicht nur den Mehrwert, den ihnen neue Mitarbeiter bringen sollen. Sie riskieren auch eine schnelle Kündigung, die wiederum Kosten nach sich zieht.

Meist würden vier Gefahren der Einarbeitungsphase außer Acht gelassen, berichtet Careerbuilder. Dazu zählen die Erwartungshaltungen: Sind sie auf beiden Seiten unklar, seien Unzufriedenheiten fast schon vorprogrammiert. Besser sei es, die konkreten Arbeitsbereiche und -aufgaben gemeinsam konkret zu besprechen. Des Weiteren sei für einen neuen Mitarbeiter nichts enttäuschender, "als neu in ein Unternehmen zu kommen, das ihn nicht erwartet". Mit wenig Aufwand - etwa einem fertig eingerichteten Arbeitsplatz und freigeschaltetem E-Mail-Account - könne dagegen signalisiert werden, dass der neue Kollege willkommen ist.

Darüber hinaus empfiehlt die Stellenbörse, das Onboarding nicht zu delegieren. Der direkte Vorgesetzte sei dafür verantwortlich, den Mitarbeiter erfolgreich in das Unternehmen einzuführen und den Grundstein für eine langfristige Bindung zu legen. Wenn die Führungskraft dafür schon am ersten Tag keine Zeit habe, drücke das mangelnde Wertschätzung aus. Auch die folgenden Wochen seien entscheidend: Mit einem Einarbeitungsplan oder einer detaillierten Arbeitsbeschreibung könne der neue Mitarbeiter von Beginn an seinen Beitrag für das Unternehmen leisten.

Arbeitgeber können sogar schon vor dem Arbeitsbeginn einen guten Kontakt zum Mitarbeiter aufbauen. Beispielsweise, indem sie ihm vorab Informationsbroschüren oder die Mitarbeiterzeitung schicken. Auch eine Arbeitsplatz- oder Betriebsbesichtigung baut Hemmschwellen ab.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.