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17.01.2020

Anteil von Chefinnen in mittelständischen Firmen nur leicht gestiegen

Wie eine aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels zeigt, hat sich in den Chefetagen mittelständischer deutscher Unternehmen der Frauenanteil leicht erhöht.

Demnach stand im Jahr 2018 bei 16,1 Prozent der Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) eine Frau an der Spitze der Unternehmensführung. Insgesamt handele es sich um 613.000 Firmen, die übrigens zu 85 Prozent Dienstleistungsunternehmen seien. In den Vorständen von Großunternehmen mit gesetzlicher Frauenquote betrage der Frauenanteil lediglich 9,6 Prozent.

Aufgrund einer eher zurückhaltenden Gründungstätigkeit von Frauen hatte sich laut Studie der Anteil frauengeführter KMU seit dem letzten Höchststand im Jahre 2013 (19,4 Prozent) deutlich verringert. Dank einer aktuell auf 216.000 gestiegenen Zahl weiblicher Existenzgründungen - mit einem Plus von 4 Prozent im Jahr 2018 - habe sich der Frauenanteil an der gesamten Gründungstätigkeit wieder auf 40 Prozent erhöht und entsprechend positiv auf die Anzahl der Chefinnen ausgewirkt. Hier bestünde allerdings noch Luft nach oben.

Der Erhebung zufolge lenken 85 Prozent der Chefinnen ein Dienstleistungsunternehmen - davon 261.000 Firmen mit "Wissensintensiven Dienstleistungen" wie Architektur- und Ingenieurbüros, Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen, Datenverarbeitung oder Fernmeldedienste. Bei den "Sonstigen Dienstleistungen" aus den Bereichen Kultur, Einzel- und Großhandel, persönliche Dienstleistungen sowie Gast- und Hotelgewerbe seien 258.000 KMU von Frauen geleitet.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.