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24.01.2020

In Zahlen: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Jahr 2018

Laut einer aktuellen Studie hat die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland 2018 einen neuen Höchststand erreicht - mit 41,9 Millionen noch einmal 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr - und das bei einer um 0,2 Prozent auf 81,6 Millionen gesunkenen Bevölkerungszahl.

Alljährlich erstellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" (SuGA) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Daraus geht beispielsweise hervor, dass die Anzahl der meldepflichtigen und tödlichen Arbeitsunfälle tendenziell weiter rückläufig ist - um 0,6 Prozent bzw. 4,1 Prozent. Angestiegen sei allerdings die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle im Straßenverkehr, mit einem Plus von 22,5 Prozent. Während die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle um 1,3 Prozent niedriger ausfalle als im Vorjahr, habe sich die Anzahl der tödlichen Wegeunfälle um 9,8 Prozent erhöht.

Nach Angaben des BAuA sind im Jahr 2018 zudem ca. 708 Millionen Arbeitstage aufgrund von Erwerbsunfähigkeit ausgefallen. Umgerechnet auf die Lohnkosten ergebe dies einen Produktionsausfall in Höhe von rund 85 Milliarden Euro. Spitzenreiter bei den Ursachen seien Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 21,9 Prozent und 125 Millionen Ausfalltagen, gefolgt von Psychischen und Verhaltensstörungen mit 15,8 Prozent und 90 Millionen Ausfalltagen sowie Krankheiten des Atmungssystems mit 14,6 Prozent und 84 Millionen Ausfalltagen.

Einen Anstieg von 3,6 Prozent verzeichnen laut SuGA die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. Am häufigsten vertreten sei hier die Diagnose Hautkrebs durch UV-Strahlung mit einem Plus 15,8 Prozent, während auf Lärmschwerhörigkeit 7,7 Prozent mehr entfielen als im Jahr davor. Verantwortlich für fast zwei Drittel der Todesfälle seien allerdings asbestbedingte Berufskrankheiten mit hoher Latenzzeit, bei denen - so der Bericht - zwischen Exposition und Ausbruch der Erkrankung häufig mehr als drei Jahrzehnte liegen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.