Aktuelle Nachrichten

31.01.2020

"Rat der Arbeitswelt": Unabhängige Arbeitsweltberichterstattung

Damit Politik, betriebliche Praxis und Öffentlichkeit in Zukunft regelmäßig und kompetent zum Wandel der Arbeitswelt informiert und beraten werden können, hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil den unabhängigen "Rat der Arbeitswelt" berufen, der vor kurzem seine Arbeit aufgenommen hat.

Zusammengesetzt aus elf Vertretern "der betrieblichen Praxis und der Wissenschaft, aus unterschiedlichen Branchen sowie aus vorrangig sozialwissenschaftlichen Disziplinen", wurde der Rat der Arbeitswelt Mitte Januar der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem Grundsatz "Aus Wissenschaft und Praxis für die Praxis" bestehe die Aufgabe des Rates in der Analyse von Veränderungen in der Arbeitswelt und daraus resultierenden Herausforderungen sowie in entsprechenden Handlungsempfehlungen, von denen sowohl die Politik als auch die betriebliche Praxis profitierten.

Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat es eine solche umfassende Berichterstattung zur Arbeitswelt bisher noch nicht gegeben. Der Auftrag einer öffentlichen Arbeitsweltberichterstattung sei im Koalitionsvertrag festgelegt und werde nun umgesetzt: So sehe das BMAS die regelmäßig erfolgende und unabhängige Arbeitsweltberichterstattung als zentrales Projekt an, das gleichermaßen verlässliche wie fundierte Informationen und eine adäquate Beratung zum Wandel in der Arbeitswelt sicherstelle.

Laut BMAS wird der Rat der Arbeitswelt ab Frühjahr kommenden Jahres einen jährlichen Arbeitswelt-Bericht erstellen - mit jeweils einem zentralen Thema der Arbeitswelt und dazugehörigen Handlungsempfehlungen. Zudem werde bald ein wegweisendes Arbeitswelt-Online-Portal verfügbar sein, das umfassende und objektive Informationen über die Arbeitswelt und ihre Zukunft biete und ebenfalls in die Zuständigkeit des Rates falle.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.