Aktuelle Nachrichten

06.02.2020

Deutsche Manager sehen neue Technologien eher als Jobmotor

Es ist die Gretchenfrage der Digitalisierung: Vernichtet sie massenhaft Jobs oder schafft sie mehr neue? Einer Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half zufolge gehen zwei Drittel der deutschen Manager davon aus, dass Letzteres stimmt. Die Hälfte von ihnen geht sogar von einem deutlichen Anstieg der Arbeitsplätze für festangestellte Mitarbeiter im laufenden Jahr aus.

Für die Arbeitsmarktstudie wurden 200 CFOs, 200 CIOs und 201 weitere Personalverantwortliche in Deutschland befragt. Viele von ihnen sehen allerdings an anderer Stelle ein Problem: So gaben die Finanz-Vorstände an, dass sie die größten Schwierigkeiten haben, qualifizierte Bewerber für das Finanzmanagement (32 Prozent), die Finanzplanung (31 Prozent) und die Geschäfts- beziehungsweise die Finanzanalyse (30 Prozent) zu finden. Bei den befragten CIOs nannten 41 Prozent die Besetzung von Stellen in der IT-Security als größte Herausforderung. Die Digitalisierung und Cloud-Technologie folgten mit 26 und 22 Prozent auf den Plätzen zwei und drei.

Überraschend positiv fällt das Urteil der Personalverantwortlichen zum Einsatz neuer Technologien in ihrer eigenen Rolle aus. 73 Prozent von ihnen sagten, dass ihre Arbeit dadurch in den vergangenen drei Jahren positiv beeinflusst wurde. "Besonders gut hat sich die persönliche Produktivität (41 Prozent) entwickelt", heißt es bei der Personalberatung weiter. 33 Prozent beobachteten eine Verbesserung der strategischen und planerischen Fähigkeiten, während 32 Prozent angaben, nun schnellere und stärker datengetriebene Entscheidungen zu treffen.

"Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen ihre digitalen Kompetenzen fortlaufend entwickeln und anpassen", kommentiert Sven Hennige von Robert Half die Ergebnisse. Das stärke die Wettbewerbsfähigkeit und unterstütze Unternehmen bei der Mitarbeiterentwicklung und -bindung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.