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10.02.2020

Deutliche Zunahme der tariflichen Ausbildungsvergütungen

Wie eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Jahr 2019 bundesweit um durchschnittlich 3,8 Prozent gestiegen. Damit sei der Vergütungsanstieg ähnlich stark ausgefallen wie 2018 (3,7 Prozent).

Laut BIBB lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2019 bundesweit bei durchschnittlich 939 Euro brutto im Monat. Ostdeutschland kam dabei im Durchschnitt auf 905 Euro, Westdeutschland auf 941 Euro. Allerdings fiel der Anstieg in den neuen Bundesländern mit 5,1 Prozent deutlich höher aus als der im Westen (3,7 Prozent) und erreichte damit 96 Prozent der westdeutschen Vergütungshöhe - gegenüber 95 Prozent im Vorjahr.

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen werden vom BIBB seit 1976 jährlich zum Stichtag 1. Oktober ausgewertet, für 2019 seien dazu 168 Berufe in Westdeutschland und 110 Berufe in Ostdeutschland berücksichtigt worden. Die Durchschnittswerte würden anhand aller Ausbildungsberufe ermittelt. Dabei lassen sich, so die Auswertung, "erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe" erkennen.

Im gesamtdeutschen Durchschnitt der einzelnen Ausbildungsberufe stehe der Handwerksberuf Zimmerer/Zimmerin mit monatlich 1.240 Euro an der Spitze, gefolgt von Bankkaufmann/-frau mit 1.098 Euro und Industriemechaniker/-in mit 1.074 Euro, Industriekaufmann/-frau erhielten 1.022 Euro im Monat. Am unteren Ende der deutschlandweiten Vergütungstabelle finden sich Ausbildungsberufe wie Maler/-in und Lackierer/-in mit 749 Euro, Florist/-in mit 718 Euro, Bäcker/-in mit 711 Euro, Friseur/-in mit 610 Euro und Schornsteinfeger/-in mit 608 Euro durchschnittlich.

Führend bei den Ausbildungsbereichen seien der Öffentliche Dienst mit 1.052 Euro sowie Industrie und Handel mit 997 Euro. Demgegenüber stünden die unterdurchschnittlichen Vergütungen in der Landwirtschaft (871 Euro), bei den freien Berufen (859 Euro) und allgemein im Handwerk - mit lediglich 821 Euro im bundesweiten Durchschnitt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.