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14.04.2020

In Krisenzeiten kommt es besonders auf gute Führung an

"Die aktuelle Situation ist ein riesiger Test-Case, von dem wir noch nicht wissen, wie er sich auf die Zukunft des Arbeitens auswirkt", sagt Sylvia Edmands von Monster Deutschland. Klar ist jedoch bereits heute, dass der Job auch Einfluss auf die psychische Gesundheit hat - einer Studie zufolge bei 32 Prozent einen negativen. Umso wichtiger ist das Führungsverhalten in Krisenzeiten.

Die Jobbörse hatte bereits im November des vergangenen Jahres 500 Arbeitnehmer in Deutschland zu Themen rund um ihre Arbeit befragt. Ein Drittel von ihnen gab seinerzeit an, dass sie sich durch hohe Arbeitsbelastung und andere Faktoren psychisch beeinträchtigt fühlen. 61 Prozent der Befragten machten sich bereits vor der Corona-Krise Sorgen hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation. Ein weiterer häufig genannter Grund für psychische Belastungen war die mangelnde Unterstützung durch die Vorgesetzten.

Hier sieht Monster einen wichtigen Ansatzpunkt und empfiehlt Unternehmen, in der Krise stark und empathisch zu führen. So sollten sie unter anderem den Zusammenhalt stärken - etwa, indem sie individuelle Angebote machen für die Mitarbeiter im Homeoffice, in Kurzarbeit oder auch jene, die aufgrund von Betriebsschließungen nicht vor Ort sind: "Zeigen Sie Interesse an der persönlichen Situation jedes Einzelnen und sprechen Sie auch die Stimmung an, Probleme oder Themen wie die psychologische Belastung."

Darüber hinaus sollten trotz der Flexibilität, die eine Krise erfordert, verbindliche Regeln definiert werden, die für alle gelten. Dazu können beispielsweise eine Maximallänge von Meetings oder fest vereinbarte Zeiten der Erreichbarkeit zählen. Außerdem sollten Führungskräfte Ziele mit Augenmaß und unter Berücksichtigung der individuellen Situation des Mitarbeiters festlegen.

Auch Kreativität sei in der Krise förderlich, heißt es bei Monster weiter: "Warum nicht zum Beispiel eine Video-Botschaft des Chefs, der sich zur aktuellen Situation äußert, über verschiedene digitale Kanäle mit den Mitarbeitern teilen?" Jetzt hätten Arbeitgeber auch die Gelegenheit, zusammen mit der Belegschaft Prozesse zu überprüfen, neue Tools und Technologien zu testen und ausgetretene Pfade zu verlassen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.