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20.04.2020

725.000 Unternehmen zeigen der BA Kurzarbeit an

Mehr als 8.000 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind derzeit mit dem Eingang von Kurzarbeitsanzeigen und der Abrechnung von Kurzarbeit beschäftigt. In normalen Zeiten sind es rund 800. Der Grund ist die anhaltend steigende Anzahl an Betrieben, die aufgrund der Corona-Pandemie Kurzarbeit anmelden: In den vergangenen vier Wochen sind bei der BA mehr als 725.000 Anzeigen eingegangen.

Die Sonderauswertung bezieht sich auf den Zeitraum zwischen dem 16. März und dem 13. April 2020. Die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit planen, sind allein in der letzten Woche des Betrachtungszeitraums gegenüber der Vorwoche noch einmal um knapp 12 Prozent gestiegen. Betroffen sind nahezu alle Branchen, wenngleich der Einzelhandel und das Gastgewerbe weiterhin Schwerpunkte bilden. Nach Angaben des Statistikportals Statista gab es in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt rund 3,48 Millionen Unternehmen.

Für wie viele Personen insgesamt die Betriebe Kurzarbeit angemeldet haben, lässt sich anhand der Daten derzeit nicht ermitteln, heißt es bei der BA weiter. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 waren bis zu 1,4 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit. Prognosen gehen dieses Mal von einer erheblich höheren Zahl aus.

Führt ein Betrieb nach seiner Anzeige tatsächlich Kurzarbeit ein, zahlt er zunächst neben dem Lohn für die geleistete Arbeit auch das Kurzarbeitergeld aus, erklärt die Bundesagentur das Prozedere. Anschließend sendet er eine Abrechnungsliste für jeden Beschäftigten an die Arbeitsagentur, wofür ihm bis zu drei Monate Zeit bleiben. Nach Überprüfung der Unterlagen wird das Kurzarbeitergeld dann an das Unternehmen ausgezahlt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.