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29.04.2020

Versicherungen haben bei der Generation Z schlechte Karten

Versicherungen gelingt es bisher kaum, junge Menschen zwischen 18 und 20 Jahren für sich und ihre Produkte zu begeistern. 41 Prozent von ihnen haben einer Umfrage zufolge keine Kenntnisse über Versicherungsprodukte. Fast ebenso viele können sich auch nicht vorstellen, für einen Arbeitgeber aus der Branche tätig zu werden. Vor allem bei der Ansprache über digitale Kanäle gibt es Optimierungsbedarf.

Insgesamt ließ die Beratung Bearing Point 515 Personen in Deutschland befragen. Ihr Fazit: "Die Generation Z in Deutschland ist die ,Null-Bock'-Generation in Bezug auf Versicherungen." Politik und Anbieter seien gut beraten, ihre Kommunikation mit dieser Zielgruppe neu aufzustellen.

Konkret interessieren sich die jungen Menschen vor allem für die Karriere und das Studium, aber auch für Themen wie Reisen oder die Familiengründung. Eine Haftpflichtversicherung hat nur ein Drittel von ihnen abgeschlossen, eine Auslandskrankenversicherung nur ein Viertel. Über eine Hausratversicherung verfügte nur jede zehnte Befragte. Auch über Lebensversicherungen haben sich bisher nur wenige von ihnen Gedanken gemacht. Als Arbeitgeber wirken Versicherungsunternehmen ebenfalls nicht besonders attraktiv: 40 Prozent können sich nicht vorstellen, künftig bei einem zu arbeiten.

Ein Problem haben die Berater in der Ansprache ausgemacht: Lediglich jeder Fünfte zwischen 18 und 20 Jahren will der Umfrage zufolge noch mit einem Versicherungsmakler in Kontakt treten. Vielmehr seien digitale Kanäle Trumpf, mit denen sie - als erste Generation - aufgewachsen ist. So wünschen sich 37 Prozent eine Beratung über die Internetseite des Versicherers, während 33 Prozent ein Internet-Vergleichsportal wählen würden. "Will man die Generation Z also erreichen", heißt es bei Bearing Point weiter, "müssten klassische Versicherungsprodukte bei dieser Zielgruppe digital beworben werden". Anschließend könne dann der persönliche Kontakt mit dem Versicherer vor Ort erfolgen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.