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08.05.2020

Neuer Fortbildungsberuf für die Online-Handels-Karriere

Im Auftrag der Bundesregierung hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) den neuen Fortbildungsberuf "Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im E-Commerce" erarbeitet - gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien sowie den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis.

Damit ist laut BIBB "jetzt auch eine nahtlose Karriereoption" für Jugendliche und junge Erwachsene verfügbar, nachdem bereits im August 2018 der neue duale Ausbildungsberuf "Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce" erfolgreich gestartet war.

"Mit der neuen Fortbildung stärken wir nachhaltig die erfolgreiche Einführung des Ausbildungsberufs, in dem 2018 und 2019 knapp 3.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden", so BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. "Die neue Fortbildung schafft ein branchenübergreifendes Angebot, eröffnet jungen Leuten interessante Zukunfts­perspektiven im boomenden Online-Handel und ermöglicht ihnen den Einstieg zum Beispiel in die mittlere Managementebene. Durch das neue Fortbildungsangebot wird zudem die Attraktivität der beruflichen Bildung weiter gesteigert."

Voraussetzung für die Prüfungs-Zulassung zum Fachwirt/zur Fachwirtin im E-Commerce sei eine abgeschlossene staatlich anerkannte Berufsausbildung in einem kaufmännisch-verwaltenden Beruf, ebenfalls erforderlich sei - je nach Ausbildungsberuf - eine ein- oder zweijährige einschlägige Berufspraxis. Außerdem könnten auch Bewerber ohne staatlich anerkannten Berufsabschluss zur Prüfung zugelassen werden, sofern sie über eine fünfjährige einschlägige Berufspraxis verfügten.

Die Prüfung bestehe im schriftlichen Teil aus zwei Aufgabenstellungen auf Grundlage der Beschreibung einer betrieblichen Situation aus den folgenden Handlungsbereichen: "Entwickeln von Strategien für den E-Commerce", "Gestalten von Prozessen im E-Commerce", "Analysieren und Weiterentwickeln von Prozessen im E-Commerce" sowie "Sicherstellen der Kommunikation und Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern sowie Führen von internen und externen Partnern".

Für den mündlichen Teil der Prüfung solle im Rahmen einer Präsentation und eines Fachgesprächs die Fähigkeit nachgewiesen werden, "Probleme der betrieblichen Praxis zu analysieren, Lösungsmöglichkeiten zu bewerten und Umsetzungsvorschläge zu unterbreiten".

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.